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    wordcamp

    18
    Apr
    2008

    wordcamp

    Zu Tode bloggen

    Ein sehr erfolgreicher amerikanischer Blogger erlitt vor kurzem einen schweren Herzinfarkt und starb an dessen Folgen. Ein weiterer überlebte seinen Infarkt. Ist das der Grund, warum viele twittern ... und nicht wirklich erfolgreich sein wollen mit ihrem Wisch, ihrem Geschreibsel, ihrem Online-Tagebuch? Noch einmal zurück zu den Blogger-Konferenzen, zum WordCamp 08 und zur re:publica 08.

    Ich führe meinen Blog u.a. um zu lernen, die Entwicklungen des Internets besser zu verstehen und um zu experimentieren. Aber auch, um mein Wissen, einen Teil meiner Erlebnisse, Fundstücke und ein paar Tipps zu teilen. Immerhin spiele ich mit dem Gedanken, Seminare zu Thema Publizieren im Netz zu geben. Denn es ist für einen Web-Profi wie mich, kaum zu ertragen, was kleinen und mittleren Unternehmen an Webesign und Technik teuer verkauft wird. Aber das ist ein anderes Thema.

    Ich möchte hier ein paar, wie ich meine, wertvolle Web-Tipps teilen, die ich aus den Workshops und Panels der zurückliegenden "Blogger-Konferenzen" aufgeschnappt habe. Das wollte ich für das WordCamp 08 im Januar längst getan haben, aber wie das so ist ...

    Dort gab es einen Workshop des Xing-Botschafter Joachim Rumohr zu einer - für den privaten Gebrauch - kostenlosen Software namens PhraseExpress. Vorbereitete, immer wiederkehrende Formulierungen - bespielsweise für den E-Mail-Verkehr mit Geschäftspartnern oder (potentiellen) Kunden - werden von der Software durch ein Tastaturkürzel in den laufenden Text eingefügt. Man stellt es recht einfach entweder selber ein, was bei den Kürzeln anzuraten ist, oder die Software "lernt" automatisch und bietet je nach Anlaß und Zusammenhang verschiedene Texte zur einfachen Auswahl an. Eine ganz tolle Sache. Denn es kann tatsächlich auch Code, etwas HTML, ausgegeben werden. Es ging ein Raumen durch die Truppe, als Herr mit einem Drei-Tasten-Befehl eine komplette Internet-Seite, mit allem, was dazugehört, von der Software schreiben ließ. Auch ich verwende PhraseExpress zum Bloggen, in dem ich mir mit dem Befehl "xbl" die Formatierungen für meinen Einleitungstext (Teaser) und die Übrigens-Box in das neue Textfeld hauen lassen. Phänomenal. Einfach mal ausprobieren!

    Dort, beim WordCamp hat auch Lori Grosland einen Workshop zu der neuen - und ebenfalls kostenlosen - Software Windows Live Writer von Microsoft gebeben. Und zu PopFly, das ich mir aber leider noch nicht näher angeschaut habe. Jedenfalls erleichtert der Windows Live Writer das Bloggen sehr. Vor allem, wenn man nicht ständig online ist - oder sein kann - oder mehrere BLogs führt. Die Software funktioniert hervorragend und ist vor allem für HTML-Laien anzuempfehlen, dass es sich bei dem Winodows Live Writer auch um einen Wysiwyg-Editor handeln. Einstellungen, Handling und Upload von Blog-Beiträgen und Bilder etc. sind hier ein Kinderspiel. Es ist auch für den professionellen Gebraucht unbedingt zu empfehlen, um seine Website ohne große PC- und Internet-Kenntnisse aktuell zu halten.

    Nicht unerwähnt möchte ich den Workshop "Microformate" von Nils Lauk (Schöne Grüße) lassen. Denn nun endlich habe ich das kapiert mit den Microformats. Es handelt sich dabei und die standardisierte Anzeige von speziellen Daten im Browser ... mittels HTML. Die Kontaktdaten von Outlook als hCard, die man ja an jede Mail anhängen kann, damit der Adressat mit einem Klick mich zu seinen Kontakten hinzufügen kann oder anderweitig abspeichern oder importieren kann. Die Zukünft wird zeigen, in wie weit Microformate im Web Verwendung finden.

    Ebenfalls auf dem WordCamp 08 gab Gerrit van Aaken (prägnanz.de) einen Workshop zum Thema Schrften im Netz. Natürlich weiß der Mann, wovon er redet, obwohl ich einiges zu kritisieren habe. Vernünftige Typographie ist ein komplexes Thema und eine große Kunst. Was HTML angeht, müssen wir mit erheblichen Einschränkungen leben. Auch wenn Microsoft mit Vista neue, sehr ordentliche Schriften auf den Markt schmeißt. Bis diese sich durchgesetzt haben, werden noch ein paar Jahre vergehen. Die sind also nicht so wichtig. Wichtiger ist die Mode, Schriftgrößen in CSS (was das Layout bestimmt und steuert) mit EM anzugeben. Der Vorteil ist die Skalierbarkeit bzw. die dynamische Größe der Schrift. Nagelt eine Pixel-Angabe, den Font in der Größe fest, lässt EM sie flexibel. Außer beim Firefox-Browser - da ist alles flexibel. Eine wesentlich einfachere Verwednung (denn die EMs müssen wir ständig umrechnen) bieten die CSS-Anweisungen für Schriftgrößen: small, medium, x-small, large, xx-large ... etc. Werden nicht sehr häufig eingesetzt, funktionieren aber hervorragend. Sie überlassen es nämlich weitestgehend den Einstelluugen des Besucher-Rechners, wie groß ein Font angezeigt wird. Aber die EMs sind eben in Mode.

    Fortsetzung zu bestimmten Workshops auf der re-publica folgt ...

    Übrigens: Viel Lust habe ich nicht nehr, mit meinem Blog bei um die hundert und je nach Thema bis zu 250 Lesern hängenzubleiben. Bloggen kann sehr gesund sein, aber es muss sich irgendwie mehr lohnen.

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    1
    Feb
    2008

    wordcamp

    Wordpressmagazin - Diskussion auf dem WordCamp 08

    Zum Abschluß des WordCamp gab es angeregt von Cem Basman eine große Dikussionsrunde zum Thema "Gemeinsam ein Internetmagazin an den Start bringen", in diesem Fall am konkreten Beispiel eines WordPress-Magazins. Bei einem WordCamp ist natürlich WordPress die Sache, um die es geht. Wir wurden aufgefordert diese Diskussion in unseren Blogs fortzuführen und uns bloggend mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Das tue ich hiermit.

    Ich spare es mir, die einzelnen Diskussionspunkte hier zu wiederholen. Diejenigen, die dabei waren, wissen eh, um was es geht. Auch die fruchtbare Agenda von Cem Basman, der die Diskussion sehr gut moderierte, brauche ich hier nicht noch einmal zum Besten geben. All das liest man hier und dort in den entsprechenden Blogs (ich habe aber noch nicht "alles" gelesen). Es gibt eine Xing-Gruppe die sich damit beschäftig usw. Neben der Technorati-Suche gibt die Google-Blogsuche ebenfalls eine Orientierung.

    Ich möchte mich damit begnügen, meinen Standpunkt weiter auszubauen, ich kann eh nur für mich reden. Wie es in einer größeren Diskussionsrunde so ist, sind es immer nur eine handvoll Leutchen die da etwas beitragen.

    Von mir kam also der Hinweis, dass ein MAGAZIN etwas mit Unterhaltung zu tun hat. Menschen, die ein Magazin lesen, wollen nicht nur relevante Informationen zu bestimmten Themen gut aufbereitet bekommen, sondern auch gut unterhalten werden. Für mich ist das selbstverständlich.

    Die Diskussion taperte zunächst im Dunkel der ihr durch das Thema WordPress vorgegebenen technischen Materie. Darauf gehe ich nicht weiter ein, denn das ist meine Sache nicht. Sehr viele Kerle, die ein Weblog betreiben und im Netz aktiv sind, kanalisieren ihre kindliche Neugier und Spielfreude in technische Spirenzien. Sie ergötzen sich an fremdartigen Wortgebilden, joglieren mit hochkalorischem Fachsprech, fachsimpeln in den Saal, das mancher und vor allem auch der Spaß an der Freude auf der Strecke bleibt.

    Nein, das ist nicht mein Job. Mein Herz bloggt nicht technisch. Ich blogge, weil es mir Spaß macht zu publizieren, zu schreiben, zu fotografieren, zu filmen, zu lachen, mich mit anderen auszutauschen, mich auszuprobieren, zu experimentieren und ... zu unterhalten.

    Diese Magazin-Idee finde ich hervorragend und zu anderen Themen werde ich über kurz oder lang auch das eine oder andere Netz-Magazin in die Welt bringen. Im Falle von WordPress ist es so, dass dringend benötigte (technische) Hilfen im Netz weit verstreut, oftmals in englisch und immer mit einer zeitraubenden Suche verbunden sind.

    Außerdem ist immer wieder festzustellen, dass viele Plugin- und Theme-Entwickler nicht unbedingt wissen, was sie da tun. Sie scheinen weder von vernüftigem Code, noch von Usabilty (Benutzerfreundlichkeit) eine Ahnung zu haben und verstricken sich einfach in ihr zu enges Blog-Blickfeld (Stichworte: betriebsblind, Tellerrand). Für ein größeres Publikum reicht es dann nicht. Doch es geht auch darum zu lernen, sich weiterzuentwickeln.

    Wie schön wäre es also, von einem unterhaltsamen Magazin an die Hand genommen zu werden und durch den dicken WordPress-Dschungel geführt zu werden! Die Themen dafür liegen vor der Nase, kennt jeder WordPress-Nutzer. Man könnte so vieles machen, zusammenführen, vorstellen, erklären, hinweisen, aufzeigen, anregen und umsetzen - und letzten Endes die Leser mit ins Boot holen (Mitmachweb).

    Wie man das technisch macht, ergibt sich aus dem Konzept. Der Inhalt bestimmt die Form. Und nicht die Technik den Inhalt. Insonfern werden hier und dort Konflikte gesehen, die gar keine sind. Die Technik - die wichtig ist und ihren Stellenwert hat - ist das Vehikel für das Konzept, für den Inhalt, für die Ziele die man erreichen will. In keinem Fall ist die Technik das Ziel.

    Denn das hätte mit Bloggen nichts mehr zu tun. Und so fand ich auch die Beitrage von Frank Bueltge sehr gut und bin mit ihm der Meinung, wie wahrscheinlich alle anderen auch, dass der Charkter des Bloggens nicht - durch redaktionelle Vorgaben - verloren gehen darf. Frank hat noch andere wichtige Dinge gesagt, einen guten Artikel in seinem Blog dazu geschrieben - und eine klasse Session auf dem WordCamp gehalten. Es wäre wichtig, dass er beim Magazin dabei ist.

    Auch das Rotationsprinzip einer Magazin-Redaktion - die man zweifellos braucht - war mein Vorschlag. Ein Moderator wie Cam Basman könnte jeweils eine Redaktions-Doppelspitze unterstützen. Mit drei Mann wäre man beschlußfähig. In der Anfangsphase des Projekts (vor offiziellem Launch) könnte man monatlich die redaktionelle Leitung rotieren lassen. Im Betrieb dreimontalich. Kommunikation ist, Dank der neuen Technologien, wohl kein ernsthaftes Problem - aber eines, das hohe Priorität haben muss. So viel zu meinen konkreten Vorschlägen dazu.

    Mancher scheint vor einer Redaktion irgendwie Angst zu haben. Verständlich als Blogger. Und oftmals mehr als berechtigt. Aber es mag auch an der mangelnden Erfahrung mit einer Redaktion liegen oder besser gesagt: an der mangelnden Erfahrung, mit verschiedenen Menschen an einem Portal, an einem größeren Projekt zu arbeiten. Meine Erfahrungen bei MOBILE.DE und SPIEGEL ONLINE sind an diesem Punkt durchweg positiv, auch wenn ich dort natürlich nicht schreibend tätig war/bin.

    Es muss also eine Qualitätskontrolle her, bzw. Normen müssen festgelegt werden. Ohne Cem Basman wird das wahrscheinlich nichts werden. Ich möchte für kein Magazin schreiben, auf das ich nicht stolz bin; möchte mich nicht über schlechte, falsche oder stümperhaft aufbereiteten und vielleicht gar arrogante Artikel ärgern.

    Ich würde gerne mitmachen. Aber für mich hängt es an den Köpfen, den führenden Köpfen, die bei dem Projekt mitmischen und wie techniklastig die Sache ist. Die Mitstreiter müssen eine kooperativen Charakter haben und auf ihrem Fachgebiet Kompetent sein. Sie müssen über eine gewisse Streitkultur verfügen und sehr zuverlässig sein, die Sache ernst nehmen. Aber der Spaß - auch inhaltlich, denn das ist für mich Blogging - darf keinesfalls zu kurz kommen.

    Als Beispiels für (auch gestalterisch) gelungene Magazine in diesem Zusammenhang nenne ich:
    http://www.mindestenshaltbar.net/
    http://cssbeauty.com/
    http://turi-2.blog.de/

    Und vielleicht sogar das http://www.hauptstadtblog.de/

    Als Gegenbeispiel:
    http://germanblogs.de/

    Tag:

    Übrigens: Ist extrem lang geworden hier. Aber es ist Freitag, Samstag und Sonntag an einem Stück - und ich muss es ja auch nicht lesen. Und mit dem WordCamp bin ich noch nicht durch. Nächste Woche mehr.

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    31
    Jan
    2008

    wordcamp

    Der EeePC auf dem WordCamp 2008

    Thema Gadgets auf dem WordCamp 08 am letzten Wochenende im Hamburger Stilwerk. Wir sahen den neuen EeePC von Asus, ein Mini-Laptop zum sagenhaften Preis von 299,— EURO. Robert Basic hatte auch so einen dabei.

    Miss youAußerdem habe ich ein Gespräch mit Michel Simon und Boogie über das Asus Eee beim Rauchen vor dem Stilwerk aufgezeichnet! Michel erwähnt die "Hochverfügbarkeitssoftware" Roller, eine weitere Open-Source Blogsoftware (von der ich noch nicht gehört habe). Wir sprachen über die Software von TWODAY.NET Helma Antville, die eigentlich mit einem WordCamp gar nichts zu tun hat. So war ich FAST der einzige Blogger dort, der keinen aktiven Blog mit WordPress betreibt. Desweiteren empfehle ich hin und wieder schon mal das Tomorrow-Magazin und weiß nicht recht, ob ich chinesische Gadgets haben möchte, da das chinesische Regime Tibet unterdrückt und meinen Dalai Lama anfeindet.

    Hier noch mal kurz die Linux-Befehle und nicht vergessen: Strg + alt + t. Ich meine, wer es braucht ...

    Wie man also feststellen kann, ist das Themenspektrum auf solch einem Camp ganz und gar nicht fest- sondern eher breit angelegt. Nicht bei allen, aber bei mir ...

    EeePC-Podcast (MP3/7 Min):








    Robert Basic, einer der wenigen A-Blogger im Camp, sehr sympathisch und auskunftsfreudig, sprach ebenfalls über das neue Eee-Laptop. Eee heißt übrigens: "Easy to Learn, Easy to Work, Easy to Play". Und auch SPIEGEL ONLINE berichtet über diesen Erfolgsschlager.

    Robert ist einer der bekanntesten deutschen Blogger und hat mit seinem Basicthinking Blog eine sehr hohe Reichweite, beneidenswerte Besucher- und Feed-Abo-Zahlen und dementsprechend eine gewichtige Stimme im deutschen Internet.

    Miss youTatsächlich lohnt sich seinen Blog hin und wieder zu lesen, vermeldet er doch regelmäßig spannende Entwicklungen aus IT und Internet und allem drumherum. Wir unterhielten uns hier über besagtes Mini-Notebook und über seinen spannenden Aufenthalt auf der Mix 07 Konferenz von Microsoft (gesponsort) in Las Vegas.

    Ich wollte Robert Basic um ein Video-Interview bitten, in dem er uns seinen Erfolg als Blogger erklären und ein paar Tipps für uns alle raushauen würde. Aber ich hatte das falsche Equipment, die falschen Gadgets mit. Schade. Aber dann auf der re-publica im April...

    Übrigens: Natürlich kenne ich mich mit WordPress recht gut aus. Nicht nur, dass ich das CMS beispielsweise für die Rote Gourmet Fraktion eingesetzt habe, auch die (nicht immer aktuelle) Website meiner Band Elsweat & His Sweatpearls und vor allem Hans Dampfs Kochsucht betreibe ich mit WordPress (wobei ich die Layouts nicht immer zu 100% verantworte). Leider habe ich aktuell weder die Zeit für einen Relaunch von KOCHSUCHT, noch für das Bearbeiten und Hochladen von neuen Koch-Show-Videos. Aber demnächst ...

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    29
    Jan
    2008

    wordcamp

    WordCamp 08 - Wer war das noch?

    Das "WordCamp" war eine schöne Unkonferenz zum Thema WordPress. Es war eine kleine, feine Blogger-Konferenz, ein Camp, das keine Konferenz sein will, denn jeder konnte einen Vortrag, eine Session halten. Es war die erste Deutsche WordPress-Konferenz und etwa 200 Netjunkies strömten aus der ganzen Republik an den Hamburger Hafen.

    MicrosoftEin herzliches Dankeschön an die Organisatoren dieser wunderbaren Unkonferenz, allen voran Cem Basman!

    WordPress ist eine Blog-Software, ein "Content Management System" (CMS), mit der sehr viele Blogger, vor allem die, die nicht in einer Community sind, wie wir hier bei TWODAY.NET, ihren Weblog betreiben. WordPress ist ein geniales System, das ich als Webheini eigentlich jedem empfehlen kann, der eine eigene Website betreibt/betreiben möchte. Es kostet nichts und ist einfach zu bedienen.

    Am Wochenende trafen sich nun hauptsächlich Menschen, die etwas tiefer in die Materie eingestiegen sind und WordPress, aber auch das Umfeld, die Bloggergemeinde, sehr zu schätzen wissen.

    Man lernt auf einer solchen Konferenz spannende und sehr interessante Leute kennen und erfährt von verschiedene Dingen aus der Netzwelt, die man noch nicht kannte. Die die mich betreffen werde ich im Laufe der Woche vorstellen.

    Auf der re:publica im letzten Jahr erfuhren wir, dass der Blogger weiblich ist. Auf dem WordCamp war dies jedenfalls nicht zu sehen. Es mag daran liegen, dass einer WordPress-Konferenz ein allzu technisches Flair vorausweht. Wer sich (insbesondere als Single-Woman) deswegen von einem Besuch abhalten ließ, hat tatsächlich etwas verpasst. Jedenfalls gab es einen deutlichen Männerüberschuß.

    SitzbloggenIn Deutschland soll es etwa eine halbe Millionen bloggende Menschen geben. Davon nutzt ein großer Teil tatsächlich WordPress. Die 200 Leute, die sich hier getroffen haben, sind im Grunde also viel zu wenige. Deutschland ist leider immer noch Blog-Brachland. So bleiben diejenigen welche unter sich, was - wir kennen das aus Musikerkreisen - einem inzestuösen Geheimzirkel ziemlich nahe kommt. Man bloggt für Blogger? Ich jedenfalls nicht und mags auch nicht, wie manche Blogger schreiben. Auf der Unkonferenz gab es deshalb einen Themenvorschlag: "Wie können wir andere zum Bloggen motivieren". Wurde aber mangels Interesse nicht angenommen.

    Und noch etwas finde ich schade: Die meisten, die einen Blog betreiben, interessieren sich nicht wirklich für solche Meetings und Konferenzen, mögen sich auch nicht intensiver mit der Materie auf verschiedenen Ebenen auseinandersetzen. Wobei die technische nur eine davon ist. Aber vielleicht wird das noch. Ich trage meinen Teil dazu bei.

    Ich habe leider nur ein einziges Video-Interview machen können. Die Ton-Qualität ist einfach nicht gut genug, meine Video-Kamera hatte ich nicht dabei. Dafür aber eine sehr interessante Gesprächspartnerin, Tina Pickhardt aus Hamburg, die ihrerseits Interviews mit den Bloggern führte und die ganze Konferenz als Team-Mitglied aufzeichnete.

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    22
    Jan
    2008

    wordcamp

    Camp, WordCamp 08

    Während sich im australischen Dschungel B-, C- und D-Promis im Dschungelcamp eine goldene Rosette verdienen und neben Spott und Häme auch Ruhm und Rubel ernten, treffen sich B-, C- und D-Blogger am kommenden Wochenende im Hamburger Stilwerk zum WordCamp 08. Da bin ich dabei.

    Was?
    WordCamp08 ist eine zweitägige WordPress & Weblog Un-Konferenz für deutschprachige User und Entwickler in Hamburg am 26./27. Januar 2008. Wir wollen bei dieser Tagung intensiv voneinander lernen, gemeinsam mehr über die Zukunft des Webpublishing herausfinden, uns gut unterhalten und Spass haben! WordCamp08 ist die erste Ankündigung eines WordCamp in Europa.

    Ich würde natürlich gerne mit dem Flugzeug anreisen und, bevor das Camp startet, in einem Luxushotel bei Fingerfood in eine Kamera singen. Das muss leider ausfallen, denn die Unkonferenz ist ja kein Pony-Camp.

    Wir Blogger von TWODAY.NET wissen natürlich nicht was WordPress ist und wie man damit Frisör¹- und Cat²-Content veröffentlichen kann.

    Aber ich weiß es. Es ist eine feine Sache und für jeden geeignet, der abseits einer Community wie TWODAY.NET eine eigene Website oder einen frei schwebenden Blog betreiben will.

    Man trifft vermutlich auf die üblichen Verdächtigen. Mal sehen, was wird, ob wir gemeinsam auf den neuesten Stand kommen!

    http://www.stilwerk.de/hamburg-haus.php


    Frisör¹-Content: "Meine Oma ist aus dem Fenster gefallen, ich wollte ihr grad die Haare machen! Meine Frisur wurde von meiner Kollegin in der Luft zerrissen, jetzt bin ich sauer auf meinen Chef, weil er lieber mit ihr schläft statt mit meinem Freund. Clara hat heute Geburtstag. Ich neue Stiefel. U-Bahn fahren. Urlaub in Maledivien. Bewerbung schreiben, Passfoto nackt, Arzt besuchen. Scheiß Schule/Studium/Männer/Frauen! usw. ect. ..."

    Cat²-Content: "Meine Oma ist mit der Katze im Arm aus dem Fenster gefallen, ich wollte ihr grad die Haare machen! Mein Kater wurde von meiner Kollegin in der Luft zerrissen, jetzt bin ich sauer auf meinen Chef, weil er lieber mit ihr schläft statt mit meinem Freund. Mausi hat heute Geburtstag. Ich neue Stiefel. Tiger frisst wieder. Urlaub in Maledivien. Bewerbung schreiben, Passfoto nackt, Tierarzt besuchen. Scheiß Schule/Studium/Männer/Frauen! usw. ect. ..."

    *gähn
    Was macht eigentlich mein Dschungelcamp?

    Übrigens: Ich werde mit meiner Kamera anrücken und ein paar Eindrücke sammeln. Ich würde gerne Video-Interviews mit führenden Hamburger Bloggern führen, die zu interessanten Einblicken führen. (Typischer Frisör-Content könnte hier lauten: NOTIZ AN MICH SELBST - Kamera-Akkus aufladen!) *gähn

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    7
    Jan
    2008

    wordcamp

    Wordcamp 08

    Das neue Geschäftsjahr beginnt also mit der "Unkonferenz" Wordcamp 08 zu WordPress & Weblogs in Hamburg. Ich habe mich angemeldet und werde am 26. und 27. Januar 2008 im Hamburger Stilwerk am Fischmarkt aufschlagen. Wozu eigentlich?

    Wenn man diese Seite hier besucht, fragt man sich unwillkürlich: Was ist, was soll das? Wer ist ein Weblog? Und wenn man sie nicht besucht - und damit einem Mehrwert sausen ließe - fragt man vielleicht: Was ist Wordpress? Eine englische Wortpressmaschine? So ähnlich.

    Gerald Himmelein liefert in seinem Editorial ein paar nützliche Gedanken zu Weblogs in der neuen c't 2/2008. Doch wir schweifen ab ...

    Beim Wordcamp 08 geht es um Wordpress und eben Weblogs. Ähnlich wie beim Barcamp hängt es vom Engagement der Besucher ab, was wie besprochen wird. Dies ist wohl gemeint mit "Unkonferenz".

    Das Themenspektrum des Wordcamp 08 scheint breit gefächert. Und das ist gut so. Denn die Teilnehmer sind nicht alle Profis, der Wissensstand und das Engegement sehr unterschiedlich. Man wolle "bei dieser Tagung intensiv voneinander lernen, gemeinsam mehr über die Zukunft des Webpublishing herausfinden", sich "gut unterhalten und Spass haben!"

    Blogging ist für mich eine bestimmte Herangehensweise ans Webpublishing. Wie man das bewerkstelligt, mit welcher Technik, ist dabei zunächst zweitrangig. WORDPRESS ist nicht nur für Blogger und Weblogs von Belang. Die Möglichkeiten seines Einsatzen sind vielfältig und insbesondere für kleine Betriebe und Einzelunternehmungen, Verlage und Shops sehr zu empfehlen - auch als ERGÄNZUNG.

    Ich ärgere mich immer wieder über die Engstirnigkeit, mit der an den Begriffen WEBLOG und WORDPRESS festgehalten wird. Damit meine ich nicht die WORDCAMP-Konferenz oder deren Initiatoren - sondern vielmehr manche Laien/Aktivisten im Netz.

    Aus meiner (professionellen) Sicht, zählen nicht die Begrifflichkeiten und Beschränkungen im eigenen Kopf - sondern die Ergebnisse, die ich mit dem Einsatz einer Technik und dem Inhalt meiner Website (nichts anderes ist ein Weblog) erziele . Und diese sind was (das technische) Webpublishing angeht im Falle Wordpress jeder statischen und vielen dynamischen (CMS) Seiten haushoch überlegen.

    Mir sei diese kleine Stellungnahme nachgesehen. Die Welt ist groß. Vielleicht wird so aber klar, was mich an WORDPRESS interessiert.

    Die Location für das WORDCAMP 08 und ist sehr erfreulich: Das Stilwerk unten am Hamburger Fischmarkt. Sehr edel, sehr nett, sympathisch. Apropos sympathisch: Da hieß es einstmals in den Statistiken und bei der re:publica im letzten Jahr, Blogger sind WEIBLICH. Warum beim WORDCAMP 08 überwiegend Kerle teilnehmen, muss einen Grund haben.

    Welchen? Dass Frauen mehr Firsör- und Katzenkontent liefern und sie mehr nicht interessiert? Die technische Hürde, die gar nicht so hoch ist?

    http://www.wordcamp08.de/
    (Kostenpunkt: € 20,—)

    Übrigens: Diesmal komme ich definitiv. Zum Barcamp 07 in Hamburg konnte ich mich dann doch nicht aufraffen. Leider. Diesmal ist es etwas anderes - ich habe Zeit und mich interessiert es wirklich.

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    Jazz mein Deutsch

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