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Sagt wer?
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stories

2
Dez
2008

stories

Die Erfindung des Morgens

Sensationsfund nahe der türkischen Stadt Izmir: Archäologen können die Erfindung des Morgens rekonstruieren.

Bei Ausgrabungen einer antiken Lehmfabrik wurde eine Stele mit einer rätselhaften Inschrift aus dem Jahre 212 v. Chr. gefunden. Diese besingt das Schicksal eines Jünglings Names Spinnossa. Als Mitglied eines freien Filosofen-Bundes - wie es damals üblich war - gelangte er zu einigem Ansehen. Ein Streit in der Akademie beendete seine kurze Karriere und er verschwand im Dunkel der frühen Geschichte ... auf beinahe Nimmerwiedersehen.

Wenngleich seine Erfindung die Zeiten überdauerte. Denn Spinnossa erfand am 17. Dezember 211 v. Chr. den schönen guten Morgen, der seit dem die Menschheit mit Allerherrgottsfrühe drangsaliert. Der übereifrige Jüngling zog sich damit den Zorn des antiken Mopbs zu, der dem Arsch kurzerhand die Rübe vom Rumpf riss.

Warum Spinnossa aber etwas so Zweitnormales wie den frühen Morgen erfand, wird wohl nie mehr ans Licht gelangen. Denn auch sein Tod konnte den Siegeszug des Wahnsinns nicht verhindern.

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15
Aug
2008

stories

Nee-Sachen

Ich hatte offenbar die Maden verloren und entdeckte einen tüchtigen Sprung im Lack, die Nacht war gerissen und ich hatte geplatzt. Nun war gute Tat neuer. Ich musste meine Nee-Sachen bemühen, den Schweinkram wieder zu kitten. Auch die Tünche hatte ich bereitgestellt, um das, was nicht unter den Teppich verkehrt werden konnte, geschickt zu kaschieren.

"Aus Baden wird man gut", so hieß es doch. Also stieg ich zunächst in eine etwas zu heiße Emaille, um mich ordentlich einsteifen zu lassen. Doch ich musste bald festellen, dass das alte Sprichwort "Wer seine Finger in alle Löcher steckt, der zieht sie oft übel heraus", ärger ist als angenommen. Meine Oma hatte also recht gehabt, als sie sagte: "Man muss das Pferd schmieden solange es Reis ißt."

Also Kutter auf die Fische. Zur Lache, Kätzchen. Jetzt aber hü. Ich nahm meinen Nee-Beutel und ließ ein sägendes NEIN erschallen. Da ist ja der Salat!

Wenn ich meine Nee-Sachen nicht hätte, würde ich ziemlich kalt ausgehen. Lieber ein Nee zu viel, als ein ganzes Jahr für andere Schächten. Klappern gehört eben zum Mundwerk. Alles hat seine zwei Weiden. Von Wichs kommt Wichs. Runde, die pellen, scheißen nicht. Müdigkeit ist aller Hamster Anfang. Hintendrin ist man immer flauer. Oder wie soll ich sagen?

"Wo Du nicht bist, Herr Jesu Christ, da schweigen alle Flöten!"

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6
Okt
2007

stories

Olzetia und Grinsebritt

Das war so: Man kam dahergestapft aus Winterkühl und stanzte Sylvester durch den Schwof. Unversehens hielt man jäh die Grinsebritt um den Hals und niemand wußte was wer tat. Das war an Überraschlichkeit und Lustigtum kaum zu übersteigen und so redetete man auf es ein.

Mit Grinsebritt aber war es so, dass man nur irgendeinen Satz zu ihr zu sagen brauchte und floff ... war sie verliebt. Da hatte man dann einen Salat, den man nirgends bestellt hatte. Nun, wenn er schon mal auf den Tisch lag - warum nicht verzehren? Allerdings war man nicht gewillt für einen unbestellten Salat die Rechnung zu übernehmen und machte dies deutlich. Man sei nur für diesem Moment zu Tische und ansonsten blase der Lebenswind aus einer anderen Richtung.

Zu spät. Grinsebritt war nämlich taub. Ihre Ohren taugten nur für unter dem Haar. Auch lief sie umher und wollte gerne blind sein. Man sah ihr zwar an, dass sie sah, sie aber sah nichts. Oder vielmehr sah sie, was sie sehen wollte. Das ist eine wunderbare Gabe und man kann sehr weit damit kommen. Dass man sich hin und wieder im Wege irrt - wozu auch?

Man mag sich denken, wie schwierig das Umgehen mit solch rührenden Personen ist. Am Besten man lässt die Finger von ihnen. Denn es kann sehr lästig sein zu hören, dass man nicht gesehen hätte, dass man nicht sah und nicht gehört hätte, dass man nicht hörte. Man hätte zwar Spaß gehabt, aber so doll dann auch wieder nicht!

Irgendwann traf Grinsebritt auf Olzetia und beide verliebten sich ineinander und lachten und lachten. Sie ahnten zwar irgendwie wofür, doch es spielte eigentlich gar keine Rolle. Olzetia war nämlich stumm. Dennoch war sie im Stande Töne zu verlauten, die die seltsame Eigenschaft besaßen an dem Adressaten vorbei, drüberweg oder untendurch zu sausen. Machte nichts, denn so gab es jede Menge zu lachen.

Olzetia sah auch sehr schlecht, aber das betraf eher den berühmten Blick in den Spiegel, den sie jedes Mal am Ende zerschlug. Andere hingegen sah sie sehr gut. Und so ergänzten sich Olzetia und Grinsebritt ganz ausgezeichnet. Endlich passte alles zusammen.

Die ungezahlten Rechnungen stellten sie sich gegenseitig aus und ständig war eine selbst verschuldet oder blank und die andere überreich und verschwelgerisch. Und dann gings wieder zurück und die eine war arm und froh und die andere wohl und betucht.

Olzetia und Grinsebritt bildeten das ideale Paar und alle Welt umklatschen sie und lasen ihre eMails. So wurde ein Fest angeraumt, das beide leider nie erreichten. Denn sie sahen zu schlecht. Und die eine war taub und die andere stumm.

So steht da eine seltsame Feier in der Welt zu ehren Olzetias und Grinsebritts, die aber irgendwo im Nirgendwo lachen und lachen und lachen.

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12
Sep
2007

stories

Nordic Glossing

Also Sport. Gitta meinte, ich solle mal etwas Sport machen. Ich hätte da so Röllchen auf der Hüfte, die würden jetzt zunehmen in meinem Alter. "Wie lange sind wir jetzt zusammen, Schatz?“, fragte ich sie. Frauen wissen so etwas immer ganz genau. "Was hat das damit zu tun?"

Gitta war gestern wieder bei ihrer Mutter. Ich vermute, dass der Tipp von Ihrer Frau Mama kam. Nicht das mit dem Speck - das mit dem Sport!

"Probier doch mal Nordic Walking, das kann man überall machen und verlangt dir auch nicht so viel ab. Nordic Walking ist der Fatburner schlechthin! Würde dir gut tun!" "Der was?" "Fatburner. Hüfte. Speck. Weg!" "Gut, Schatz, wie du meinst. Ich recherchiere das mal im Internet". Wenn Computer anschalten und hochfahren Fett verbrennen würde, wäre ich schlank, wie ein Ski-Stock.

Nordic Walking - sind das nicht diese Häkel-Clubs in Profimontur mitten im Wald? Komplett ausgestattet und einem Führer hinterher. Mit Ski-Stäben wohlgemerkt ...und zwar im Sommer?

Ich frage mich dann, warum sich diese Leute offenbar nicht komisch vorkommen. Aha, hier lese ich, das dass Mitschwingen der Arme beim Walken eine positive Wirkung auf den Kreislauf hat. Das fürchte ich auch: Die laufen im Kreis. Die verbrennen Fett im Kreis. Na, wunderbar.

Was kostet ein Kurs? Wochenende 159,- EURO mit Frühstück in Nordfriesland. Verflixt, davon erzähle ich ihr lieber nichts. Ich will doch in den Süden. Da: Die Laufschuhe 90,- Euro, die Stöcker 50. Die Four-Seasons-Hose 40, ein Jäckchen an die 100 und Pulsmesser für 30. Mensch, da kommt ja ganz schön was zusammen. Vor allem noch ein Buch für 10,- EURO.

"Schatz, ich habe was gefunden. Wir machen das anders!" "So, wie denn?", schallt es zurück. "Ich werde erstmal Millionär, damit ich mir einen anständigen Sport überhaupt leisten kann. Tauchen zum Beispiel. Malediven. Habe mir eben das Buch bestellt: Automatisch Millionär - Die bombensichere Anleitung, steinreich zu werden! Nordic Walking ist ja schon erfunden ...

Übrigens: Diese Geschichte liegt schon länger bei mir herum. Und eigentlich wollte ich zum PROJEKT SPORT etwas erzählen. Aber da sah ich Achilles neues Büchlein: Das Walker-Hasser-Manifest. Und da fiel mir meine Storie wieder ein. So, wie damals, das Nordic Spacking.

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15
Aug
2006

stories

Ömniel & Hex II

Eine Folge

Ein Folgenroman - die zweite Folge

Als Ömniel nun so ruhte, schlingelt der Plötz an seiner Hose. Er schreckte steif. Im Beine drommelt es vom Surren, als ihm bald war, es kömmt ein Stromfrosch ihm bemächtigt. Aber nein, es kam ein Smse, ein Smse vom Zuhause. Er hatte sein Oma verheiratet und sein Tante ward ihm zum Gemahl geraten, doch gurrte er liebst mit einer Großcousine, die 1.86 maß, welche ihm nun des Kommens zieh.

"Schitt, die Schmeise, ich hol das Ding noch in den Fluss und säge es zu Baumspat in den Kübel. Ich streue in der Welt hinaus und ach, ein Weibsbild muss was smsn. Ich dräng noch in den Wahnsinnig!"

"Liepster Harald, ich hisse einen Kuss durch all die Fernen. Mein Vermissen trägt ein Kleidchen feuchten Mooses. Wann kommen du an meiner?"

Während das Hex noch im Küchen vor dem Fenster briet, stieß sein Kopf gegen das Smseding, das Ömniel in einem Blutrausch auf einen hohen Bogen schmoss. "Deng", machte das Ding am Hexenholz, "Deng. Xiao. Ping!" und landete in einem Topfe Hack. "Schleim!" stürzte das Hex und wankelte durch das Schmale. Wäre es nicht auf dem grauen Hund ausgewuchtet, dessen Speck voll altem Fell schien, müsste es in einen scharfen Messerspitz vermulmen und seinem Hauch ein Letztes sein.

"Welch Unglock!" schmiss Omniel der Szene hinterdrein, "das war nicht des Erfinders Wollens, ich schiefer Hering!"

"Dem zünd ich Pesthauch um den Hals!" vernahmen Krähen in der Nähe.
Das Hex verschlug die Tür und kochte vor sich hin.

Ömniel würde, alsbald ihm heim sei, dem Handyvertrag eine Auflösung bewirken. Er hatte endgültig die Schnauze dick von diesem Driss, diesem ewigen Hinterhergebimmsel, diesen verflixten Unvierchern, den Smsn! Unbeschallt wollte er nunmehr seinem Weg verschreiten, den Fluß überkriechen, um dem geheimen Wald grüne Heilluft zu entatmen. Kein Ding soll ihm dabei noch strömen.

Doch er brauchte eine Nase vom dem Hex. Denn welches Stell sei nun geeignet, seinem Ziele zu entweichen? Und wer lag am andren Ufer? Galt es einem Waff ans Rall zu binden? Müssten ähnliche Geschicke einem Wehren zugeholfen sein? Welch Gefahr schlich dort zum Drohen?

So hoffe er, dem Hex würds ihm nicht schnell vergelten und eine Richtung anverweisen in welcher ihm von dannen trüge. Doch blieb da weiter noch des Sprachens Wirren, denn einem Hex klingt kein goldner Becher aus dem Halse. Im Gegentum, es gilt dies zu enträtseln, als sei man einem Traume aufgesprungen, der einem nächtens manches Bild aufschwatze, dem man erst durch großes Denken auf die Schliche flogt.

"Wir werden sehnen", dünkte Ömniel und entschluf zur Mittagszeit.

... Fortpflanzung volkt ...

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22
Jul
2006

stories

Ömniel & Hex I

Eins folgericht Geschichtem.

Dereinst gab es einen Mann, sein Name war Ömniel. Schnurstracks wankte er öfter auf spazier und verlor sich nun im Wald. So war er nach der Suche auf einen Beruf. Ihm schwebte vor, etwas zu bewerkstelligen, dem Verneinen eines Abiturs, sobald er eine weltweite Resonanz hervorzubrillierten meinte. Da tappte er los.

Plötzlich stieß er auf eine See. Er stutze eine Weile und lugte. Das war keine See - es floß ein Bächlein bald von einem Winde zu der nächsten Gabelung und verplätscherte im späten Au.

Dort möchte ich hinüber waben, dünkte Ömniel, ich will übers Wasser schlürfen, ohn einen Fuß im Mus zu stapfen. Nur, wie stelle ich das vor?

Ihm briet die Stirn. Irgendwem kommte dies bekannt vor. War da nicht ein Mann, von 2000 Jahren, der über Wellen glitt, als wäre ihm der heilige Dreivater zum Erscheinen? Er wußte es nie.

Ömniel & Hex

So stapfte er hervor und erwirkte eine Lichtung. Dort maß ein Haus die Breite von drei Äckern zum Quadrat - Wurzel aus zehn. Ihm musste kurz verwundert sein, denn er raffte einen Blick zum Schrecken. Ein fremden Kerl goß vor seinem Tür einen Schwall an Rufe des Lauts: "Oja, der Popeia! Hold die Herd, ein Teelicht trinken?"

Ömniel glaubte nicht zu horchen. Was möcht ein Männlein denn vom Schrein? Ihm wurde es wurz, denn sein Ziel schien ihm dahinzusiechen. Also machte er zu.

Des näher ihm kams, desto heller spiekte sein Wiss. Ihm wurde erinnert, dass Vater ihm zählte vom seltsamen Gnu, das lebte hiesigen Schritts. Ein Wesen, des Gefahr vom Fremdenseins nur erzählen kamen. Er war also gewärmt.

Noch zwei Schritt, da fiel es ihm wie Augen von den Linsen. Dem Schreityp war ein Hex. Nur kannt er nicht, was obhalb gewesen wäre mit dem Kerl.

"Komm in", malte der Mensch, " herbei ein Lebkuch sei gelesen, brös, die Lampen ham genießt."

Ömniel ersann kein Wort, doch mögte er ergeben seinem Schicksal voll die Gummel. Wem weiß wes Dienst wer würd erweisen ...

Der Reh kochte am Herd und das alte Hex zieh dem Humpeln keinen Diener. Da unterbriech Ömniel die fabulöse Stimme und frug: "Ich bräuchte eine Gabe vor dem Auf und meinte schon, dem Bach einen über zu betreten, nur nicht die Sohle meines Leders hier beschummeln. Als sei dies wie?"

Das Hex erschrakt im Winden, ihm wankte schräg vom Frage dies. Als wehrte es vorbei in Stunden, wie er durch Nas richtete einen scharfen Salm: "Wie so der hieß, net Frage blöd. Es brimmt da nie, ob all der Gäste immer drin bescheißen einen Bottig. Kohl die Meise, Wurm für Star, bricht die Wiese, bimmelt leise, einem Floh verglückt die Schneise. Kieks."

Ömniel kotze es hell.

Wie mags nun weiter gähnen? Ihm verstand nicht ob des Hex. Die Sprache war des Wesens taub. Und das beim Walde. Wer würde ihm die Zeit beleihen und drob die Berge auch verklimmen. Und dass er nun ein Zank vergäude, das schien ihm seltsam angelogen.

So hockte er, am Schrein des Baues, und prasste seinem innerem Heu. Vermiefte Lage. Wie nun vor seim Ziel erweichen? So saß er hin. Das Hex aber achtete und achtete, dass es Grinsen tät und ihm schüttelte feist.

... Fortpflanzung volkt ...

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25
Apr
2006

stories

Sexhungrig verschossen - eine Diva

Finde ich sie wieder?

Sie war leider in Begleitung.

Obwohl das ja, wie ich meine, nichts bedeuten muss. Er kann genauso gut ihr Halbbruder, bester Quasselfreund, oder ihr Arbeitskollege sein. Jedenfalls hält mich die Anwesenheit eines "Aufpassers" nicht grundsätzlich davon ab, hin und wieder charmante Blicke zu werfen und bei Gelegenheit einen Schritt näher zu treten.

Eine solche Gelegenheit ist meist dann gekommen, wenn der Begleitschutz zum Klo rennt, an der Bar Fassbrause bestellt, oder jemand anderen vollquatscht. Schwuppdiwupps tauche ich unerwartet neben ihr auf und schütte etwas Punch an ihre Bluse - schon bin ich im Gespräch.

Aber diese Situation spielte auf offener Straße. Schlechtes Wetter außerdem und irgendwie hatte ich kein gutes Gefühl.

Ihr Zopf war sauber geflochten und lag streng auf ihrem Nacken. Er passte 1a zu ihrem Kopfschmuck, der mir einen Hauch zu männlich anmutete. Aber wer weiß schon, welch interessante erotische Präferenz hinter einer verschrobenen Kleidung steckt? Ich wollte das herausfinden. Schließlich bin ich an dieser Stelle immer wieder bereit mich fortzubilden.

Schöne Hände erkenne ich schon von Weitem - dezent gelackte, feste Nägel. Damit schrieb sie irgendetwas auf. Ob sie schreibt, Geschichten schreibt? Sie machte sich offenbar Notizen. Was sie wohl gerade erlebt, oder gedacht hatte, das es ihr wert schien, festgehalten zu werden? Das ist ein Ansatzpunkt, eine Gesprächsgrundlage, etwas Unverfängliches... ich frage sie einfach danach...

Ich kam näher. Und dann erst diese süßen Sommersprossen - übers ganze Gesicht. Entzückend. Und allein ihre, ja, eigenwillige Nase. Wenn sie jetzt noch eine sonore Stimme beigibt, ist es endgültig um mich geschehen.

Manchmal kann auch eine unvorteilhafte Kleidung einem erotischen Körper nichts anhaben. Hier schien es so zu sein. Und möglicherweise kann man ihr die schwere Jacke, die Buntfaltenhose und die klobigen Schuhe noch ausreden. Oder ist das dann der Kick, mit diesen Klamotten im Schlafzimmer? Na, mir solls recht sein. Interessante Frau! Wirklich.

Sie drehte mir den Rücken zu, so dass ich - schleichschleich - kurz von hinten auf ihren Zettel luschern konnte. Seltsamerweise hatte ich spontan den Eindruck, da irgendwo etwas schon einmal gelesen zu haben...

Ihre "Begleitung" setzte sich auf den Beifahrersitz des Wagens, mit dem beide gekommen waren. Was für eine abgefahrene Lackierung! Entweder hatte sie viel Geld, oder, als Außendienstler, ein besonders prestigeträchtiges Fahrzeug zur Verfügung. Kurz überkamen mich Zweifel. Doch nicht meine Liga? Andererseits wurde mir nun noch kribbeliger.

Jetzt.

"Hallo."
"Tag."
"Ich, äh, ichichich wollte mal fragen, was sie da..."
"Wonach sieht es denn aus?"

Die macht mich echt scharf.

"Sie machen sich Notizen und..."
"Fein beobachtet!"

Geil.

"Ich..."
"...sind Sie der Fahrzeughalter?"
Was´n das jetzt für ´ne Nummer? Kenn ich die Richtung? Irgendwas mit SM?
"Wer? Welches Fahrzeug?"
"Witzbold."

Eh ich mich versah, ritschte sie ihren Notizzettel vom Block und klemmte ihn hinter den Scheibenwischer auf die Frontscheibe des Fahrzeugs vor uns.

Diese Entschlusskraft und Coolness machte mir echt weiche Knie und ich holte schon mal das Handy raus. Da drehte sie sich auch schon zu mir und raunte: "Irgendwelche Fragen?"

Da war sie, diese einmalige Chance, eine Vorlage, die man sofort, ohne nachzudenken, nutzen muss, um einen Fuß in die Tür zu bekommen! Da sie im Begriff war, diesem anderen Kerl zu folgen, kam ich direkt zur Sache.

Ihre Dienstnummer hatte ich allerdings nicht gemeint... kann ich mir auch nicht merken mit diesen ganzen "Schrägern".

Sie brausten davon. Was für ein Auto!

Da stand ich nun wie der Ochs vorm Berg. Wie komme ich jetzt an sie ran? Sie hat zwar mein Kennzeichen, aber ich habe seit dem nichts mehr von ihr gehört.

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Jazz mein Deutsch

Hu

Sommer in Hamburg

Jazz mein Deutsch (Es hat gerade erst begonnen)

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