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re-publica 2008 Berlin

Unser Deutsch

Echt? Siehste.
404 - 9. Mai, 18:21
Sorry!
404 - 9. Mai, 18:09
Nette Cousinen! :-)
N (anonym) - 9. Mai, 10:55
Nicht ... ehm ... wahr...
404 - 9. Mai, 10:06
Ähm...ah ja...alles...
caliente_in_berlin - 9. Mai, 09:53
Klar, beim nächsten...
nachtschwester - 9. Mai, 00:18
himbeereis, dazu noch...
Lo - 8. Mai, 20:08
Weiß nicht
404 - 8. Mai, 18:00
Erdbeereis?
404 - 8. Mai, 17:47
ist das eine challenge...
herold - 8. Mai, 13:51
Himbeereis und Heu?
sokrates2005 - 8. Mai, 10:29
Aha
404 - 8. Mai, 09:24
Eine Einestagesstory...
SabineD - 7. Mai, 23:52
*tröööt
404 - 7. Mai, 23:18
Also
404 - 7. Mai, 23:14
SpOn am Puls der Zeit
Axel (anonym) - 7. Mai, 21:28
Immer auf See!
404 - 7. Mai, 19:43
Genau!
404 - 7. Mai, 19:40
Das war schlecht zwar...
DonParrot - 7. Mai, 17:50

Mein Deutsch

Echt? Siehste.
Qausi über die Straße. Also, geb Laut dann....
checkbox - 9. Mai, 18:21
himbeereis und tattergreis sonnenschirm.. .
himbeereis und tattergreis sonnenschirm für matschgehirn und...
checkbox - 9. Mai, 18:18
Sorry!
Die sind erst 15 und n Keks. Aber gut in Mathe!
checkbox - 9. Mai, 18:09
Nicht ... ehm ... wahr...
Nicht ... ehm ... wahr ...!
checkbox - 9. Mai, 10:06
Weiß nicht
Sieht nach Vorausscheidung aus!
checkbox - 8. Mai, 18:00
Erdbeereis?
checkbox - 8. Mai, 17:47
Ganz recht.
Aber was ist das für ein Heiligtum, das auf dem...
herold - 8. Mai, 09:34
Hei ho
Was für ein Leben! So soll das doch sein!
SabineD - 8. Mai, 09:29

Duda

Du bist nicht angenoggt.

404 ist

Auf Linie seit:
953 Erdumdrehungen
Zuletzt aktualisiert:
9. Mai, 18:21

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scheckich

27
Mrz
2008

scheckich

Gutes Wetter - schlechtes Wetter

In Hamburg findet gerade der Schlechtwetterkongreß statt. Ach, nee, der Extremwetterkongreß. Man trifft sich dort um festzustellen, dass der Klimawandel recht schnell vorankommt. Für die Medien ist das gut. Für die Werbebranche auch. Auch für die Politiker. Nur für Hamburg ist das schlecht, denn das kann unserer Hansestadt, wie das Hamburger Abendblatt heute titelt, schnell mal 25,7 Milliarden Euro kosten. Und Schnee im Frühling.

Tja, ich weiß auch nicht. Der Klimawandel. Erstmal egal, ob von Menschenhand befördert oder rythmischen Ursprungs. Das Eis schmilzt, leider nicht in der Hand, sonders am Pol und an den Gletschern. Der Wasserpegel steigt und das wird Konsequenzen zeitigen.

Mal ehrlich: Eine globale Katastrophe biblischen Ausmaßes, wäre das wirklich so schlimm? Was ist denn aus dem alten, fröhlichen Jäger und Sammler geworden? Ein Fernsehmensch. Ein Wissenschaftler. Ein Sonntagsfahrer. Die Savannenbewohner sind jetzt Gatten, Mathematiker, Politiker, Schaffner, Netzwerkadministratoren und Lidl-Spitzel. Es sind Hausfrauen geworden, Autorinnen, Mode-Ratorinnen und Fonds-Managerinnen. Aus dem wundervollen Wolf hat er einen Mops gemacht. Aus Geschichtenerzählen am Lagerfeuer die BILD-Zeitung.

Er frisst alles, was sich bewegt. Viehzucht pupst Metan in die Atmosphäre, dass der Himmel sich auf Dauer verdunkeln will. Derweil hat sich der Homo Sapiens Sapiens eine Pharma- und Alkoholindustrie geschaffen, die im Universum seinesgleichen sucht. Und wenn das seine Ängst nicht justiert, hat er sich Religionen gebastelt, die wirklich alles erklären. Vollkommen breit oder in religiöser Ekstase haut er sich die Birne weg und analysiert dann das Phänomen.

http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/Der Mensch hat schon seit es ihn gibt massiv auf seine Umweld eingewirkt, sie verändert … und zerstört. Er hat alle Mamuts aufgefressen und den Nahen Osten kahlgeschlagen. Die Meere hat er leergefischt und sich die Japaner ausgedacht, um quasi ein Sinnbild des Komplett-Durchgeknallten auf einer Insel zu beherbergen.

Nein, ob ein zünftiger Klimawandel und eine schöne hollywoodmäßige Apokalypse dem Menschengeschlecht nicht doch mal gut tun würde? Der Erde in jedem Fall. Und die geht auch nicht so schnell kaputt.

Übrigens: Klimawandel meint globale Erwärmung. Was uns tatsächlich erwärmt, ist das aktuelle Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft (0:4 gewonnen gegen die Schweiz)!

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22
Mrz
2008

scheckich

Veni vidi VISTA

Auf meinem neuen Rechner läuft "Windows Vista" mit dem "Service Pack 1" perfekt. Ich bin begeistert. Dazu eine geniale neue Tastatur und der Fisch geht aber so was von ab! Ich stells mal vor.

Ein Grund für meine Blog-Pause der letzten Wochen war, neben der intensiven Arbeit für SPIEGEL ONLINE (ich arbeite übrigens vor Ort, nicht von zu Haus), mein alter IDE-Windows-Rechner, der mit einer "Windows Vista Business"-Installation nicht zurecht kam und ständig "einfror". Ich habe zwar noch zwei andere Kisten, einen 20"-iMac (Video und Multimedia-Anwendungen) und ein großes Laptop (wg. Mobilität, TV und Funk) unter XP, mein Hauptarbeitsgerät ist jedoch die genannte Workstation.

Ich hatte alles mögliche versucht der Kiste das Einfrieren abzugewöhnen. Neue Treiber, Updates, neuen Arbeitsspeicher, neue Laufwerke, löschen bestimmter Software - nichts hat geholfen, es gab einen Absturz nach dem anderen.

Und irgendwann hatte ich die Schnauze voll. Ich wollte zunächst das Mainboard austauschen, doch musste durch die kompetente Beratung bei Atelco einsehen, dass mein Rechner hoffungslos veraltet ist. Neue Geräte würden fast genauso viel wie ein neuer Rechner kosten. Da könne ich doch gleich den "ATELCO 4home! AMD Athlon64 X2 4200+, 2048MB DDR2 " nehmen …

Kurz überlegt, ein bischen hin und her gerannt, mir das Teil mal angeschaut - rasent schnell das Ding - und … zugeschlagen! Nach zwei Tagen hatte ich meine umfangreiche Software und eine zusätzliche Festplatte installiert und bin mehr als zufrieden. Ich bin begeistert. Denn nun kann VISTA seine ganze Bandbreite an neuen Features zeigen. Eine OEM-Vista-Version ist übrigens für um die 100,- € zu haben, also durchaus bezahlbar (aber vor der Installation DATEN SICHERN!).



Dazu habe ich mir eine neue Tastatur gegönnt, die wirklich der Hammer ist. Die Logitech Cordless Desktop Wave-Tastatur ist derart bequem, einfach und schnell zu bedienen, dass es die reine Freude ist darauf zu tippen!

Aber kurz noch ein paar Anmerkungen zu Windows Vista. Sämtliche System-Einstellungen sind meist mit einem Klick zu erreichen und wirklich einfach zu bedienen. Natürlich sind diese umfangreich und nicht alle für jeden Nutzer zu bedienen. Dennoch handelt es sich um eine deutliche Verbesserung im Sinn von Nutzerfreundlichkeit, die Microsoft mit VISTA bereitstellt.

Vista braucht zwar 1 GB Arbeitsspeicher um zu funktionieren. Aber es macht auch definitiv Sinn. Es macht die ganze Arbeit einfacher und wesentlich schneller, als wir es von XP gewohnt waren. Natürlich nur mit einem neuen Dual Core-Prozessor. Vista nutzt jedoch diesen großen Arbeitsspeicher gar nicht voll aus, sondern stellt wesentliche Teile den Funktionen und Programmen zur Verfügung. So schnell ist mein Photoshop noch nie geöffnet worden.

Des weiteren bin ich - neben einigen Tools wie beispielsweise dem Snipping-Tool oder der neuen Fotogalerie - von der Vistas Sidebar angetan. Die kleinen Programme, die man sich kostenlos installieren kann, bedeuten ebenfalls einen deutlichen Mehrwert. Wie auf dem Screenshot oben zu sehen, laufen links oben transparent ein paar Feeds durch, die ich mit Mouseover sichtbar machen und sofort aufrufen kann. Die Desktop-Anwendungen dahinter sind trotzdem gut zu erreichen.

Rechts nutze ich das Shutdown-Control-Gadget, einen Kalender, einen Notizzettel, die sehr schöne Anzeige der CPU- und RAM-Leistung, eine Thumbnail-Slideshow meines Bilder-Ordners und, was mir am Besten gefällt, ein kleines Gadget zum Web-Radio hören.

Ich könnte noch mehr erzählen, will es aber zunächst dabei belassen. Ich komme sicher noch einmal auf diese Sache zurück. Mein Fazit lautet unbedingt: VISTA lohnt sich sehr! Und ein neuer Rechner sowieso!

Übrigens: Ein Rechner, der nicht rechnet, rechnet nix!

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27
Feb
2008

scheckich

Mehr Mathe, als ich denke

"Du kannst mehr Mathe, als du denkst", wollen sie mir weißmachen. Sie kommen mir blöder, als ich glaubte, diese Projektgruppe "Jahr der Mathematik" des Bundesministeriums für Blidung und Froschung. Das Jahr der Mathematik bekräftigt nur mein Nein zum Rechnen. Mathematik - alles, was zählt? Wie seit ihr bloß drauf!

"Mathematik kann spannend sein, weiß die Kanzlerin. Und für den Innovationsstandort Deutschland ist sie lebenswichtig." Und deswegen hat Angelika Merkel dazu eine Videobotschaft, die überhaupt nicht lebenswichtig ist, ins Netz gestellt.

Natürlich, in dieser Initiative, die mir ein X für ein U vormachen will, sind sie alle versammelt - abgesehen von besagten Bundesministerium: Die verkappte Terrorgruppe Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die unglaublich nette Wissenschaft im Dialog ("Schon gewusst, dass es in der Gebärdensprache regionale Dialekte gibt?") und die Deutsche Telekom Stiftung, wo doch jeder Aktionär weiß, dass die Telekom hervorragend rechnen kann.

Sie wollen uns also so richtig unverhohlen verarschen. Mathematik! Ich werde nie begreifen, wie jemand Spaß daran haben kann. An rechnen. Für mich ein notweniges Übel, das ich nicht weiter verstehen brauche.

Mich hat der Lehrkörper seinerzeit schon reingelegt. Mathe war nie meins. Und anstatt das einzusehen und mir vielleicht mal einen Blog zum Schreiben zu geben, haben sie mir einen Extra-Kurs, einen Wahlkurs aufgeschwatz: "Angewandte Mathematik" sei ganz anders, mache Spaß und würde helfen ...

Ich habe das natürlich geglaubt, denn ich war doof wie ein Stück Pausenbrot. Dass die Lehrer aber viel blöder waren, als mein Nutella zwischen den Brotscheiben, dahinter bin ich erst viel später gekommen.

Sollen doch die Mathe lernen, die das auch wollen. Gut, abgesehen von den Grundrechenarten. Aber nein, sie wollen alle über einen Kamm scheren, sie wollen nicht Vielfalt, sondern Einfalt. Soll an Mathematik Spaß haben, wer will, ich mache lieber Kunst oder gar nichts oder irgendetwas anderes.
Ich meine, Merkel ist ja auch keine Frisörin.

Oder soll ich euch mal nachrechnen, wieviel Steuergelder ihr da wieder sinnlos verbrennt?

Übrigens: Diese Kampagne richtet sich an unseren Nachwuchs, unsere Schüler. Und dennoch kann nicht jeder mehr Mathe, als ich denke.

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19
Feb
2008

scheckich

Steuerskandal

Jetzt fangen sie die Großen. Im Zuge des aktuellen Steuerskandals in Deutschland und der Beteiligung des BND bricht allgemeines Chaos aus.

Fidel Castro tritt zurück. Uns war nicht bekannt, dass er im Verbrecherhauptquartier Liechtenstein ein Konto führt.

Der UNO-Sicherheitsrat erwägt unter Führung der USA eine Koalition der Billigen gegen Liechtenstein marschieren zu lassen. Erste NATO-Tornados sind aufgestiegen. Die Amerikaner bereiten sich auf eine jahrelange Besetzung des mafiösen Fürstentums im Herzen Europas vor.

Die Taliban in Pakistan wollen die Auslieferung Zumwinkels und fordern schon mal ein Lösegeld. Wir hoffen, dass einige hochkarätige Politiker sich als Ersatzgeisel für ihren Steuerfreund anbieten.

Es könnte also gut sein, dass sich jetzt alles von alleine regelt.
Schaun mer ma.

Übrigens: Auch bei unseren österreichischen Freunden, lässt sich famos unser Steuergeld hinterziehen. Keine Kleckerbeträge versteht sich.

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25
Jan
2008

scheckich

Rauchkanzler verklagt

Während die halbe Welt gegen den Nazi-Wahnsinn des DJ Tomekk ankämpft, hat die Nichtraucher-Initiative Wiesbaden (*ich lach mich schief) nichts Besseres zu tun, als unseren Altkanzler Helmut Schmidt und seine Frau Loki mit einer Strafanzeige wegen Körperverletzung und dem Verstoß gegen das Rauchverbot zu belästigen.

"Dieser Fall ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, mit welchen Sachen sich eine Staatsanwaltschaft beschäftigen muss", meint Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger, zitiert SPIEGEL ONLINE die BILD.

Ich überlege gerade, ob man deshalb die Nichtraucher-Initiative Wiesbaden e.V. wegen Verschwendung von Steuergeldern verklagen soll.

Ich kann mir diese humorbefreiten, intoleranten Wiesbadener Spacken-Initiative lebhaft vorstellen, wie sie in einer weißgetünchten Spendenvilla allabendlich bei Hagebuttentee ihrer Vereinsmeierei nachgeht. Und versucht unserem verdienten Altkanzler ans Bein zu pinkeln.

Man sollte vielleicht in einer spontanen Solidaritäts-Mahnwache für das elder statesmen couple die Robert-Stolz-Straße 35 in Wiesbaden mit Nikotinschwaden vernebeln.

Übrigens: Was ein Wiesbadener Ritterkreuz..., ääh, Bundesverdienstkreuzträger mit einem Hamburger Theater, das einem Hamburger Ehrenbürger samt seiner Frau das Paffen im Saale ausnahmsweise gestattet, zu kriegen hat, ist wohl nur mit einem ungeheuren und frustrietem Geltungsbedürfnis zu erklären. Ab ins Dschungelcamp mit Horst Keiser!

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15
Jan
2008

scheckich

Unwort des Jahres: Herdprämie

Unseren herzlichsten Glückwunsch an die CSU, die sich Betreuungsgeld und dieses diffamierende Wort dazu ausgedacht haben: "Herdprämie"!

2. Platz UNWORT DES JAHRES: klimaneutral
3. Platz UNWORT DES JAHRES: entartet

Für das kommende Jahr schlage ich mal ein Wort vor: "Schnauzgeld"! Wer es als Politiker - oder öffentliche Person - hinkriegt, mal die Schnauze zu halten und uns mit ähnlichen Wortkreationen verschont, bezieht das sogenannte Schnauzgeld.

Diese "Wortschutzgebühr" wird mit der "Missgriffsteuer" gegenfinanziert. Wer ein Unwort erfindet und in den Umlauf bringt, muss in den Steuersäckel löhnen!

http://www.unwortdesjahres.org/

Übrigens: Ein weiteres schönes Unwort und Favorit für dieses Jahr wäre "Klontierfleisch"!

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11
Jan
2008

scheckich

Klinsmann zum FC Bayern

Nicht zu fassen: Soeben wird vermeldet, dass der FC Bayern den Vogel angeschossen und Jürgen Klinsmann zum 1. Juli 2008 als Trainer verpflichtet hat.

SPIEGEL ONLINE bringt es als Eilmeldung, denn es ist tatsächlich eine Sensation. Wurde Klinsmann doch seit seinem Rücktritt als Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach der WM 2006 weltweit umworben. Und er hat bisher immer das böse N-Wort gesagt: Nein.

Jetzt kehrt er zurück in die Bundesliga. Das wird sehr unterhaltsam!
Glückwunsch, Uli Hoeneß!

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8
Jan
2008

scheckich

Blutjunge Männer

"Die gefährlichste Spezies der Welt" wären junge Männer, titelt genial DER SPIEGEL in dieser Woche. Viele Frauen können die provokante SPIEGEL-These bestätigen. Mein Erfahrungshorizont verleitet mich jedoch zu einer anderen Behauptung: Die meisten jungen Kerle sind allersüßeste Kuscheltiger.

Nach F...EIERabend besteigt mich manchmal die Lust auf einen Café Latte. Dazu umrunde ich die Petri-Kirche in der Hamburger Innenstadt, um vorm S-Bahn-Eingang Jungfernstieg in der Bergstraße bei Balzac Coffee reinzuschneien. Ein Pappbecher TALL beläuft sich auf € 2,80. Dazu gibt es wunderhübsche junge Racker, die hinter der Theke mit ihren dezent verschönten Augen klimpern.

Im Coffee-Shop halten sich meist rechte junge Bürger und Bürgerinnen auf, die sich einen Verschnaufer von ihrem Einkaufs-Bummel gönnen. Von Shopping verstehen sie etwas. Man betritt den Verkaufsraum und es wird heimelig warm.

Mein geschultes und sehr sensibels Auge registriert den Blick hinter dem Bestelltresen sofort. Deutlicher kann es nicht sein. Obwohl dieser Blick sofort in seine professionelle Röstbohnenheißgetränke-Verkaufsmaske zurückschlüpft. Wenn man also In Hamburg attraktive, knackige, junge Männer sehen möchte, geht man einfach Kaffee trinken. Und diese Kerle sollen gefährlich sein? Mir können sie jedenfalls nichts. Außer einen Latte machen.


Lichtschwertkampf auf FLICKR von END USERIch schlecker also an meinem lauwarmen Milchschaum und suche den nächstgelegenen U-Bahn-Schacht. Dabei denke ich mir, dass die vom SPIEGEL schon recht haben: Sie sind die gefährlichste Spezies dieses Planeten.
Man schickt sie seit Jahrtausenden in den Krieg und sie zerfetzen sich. Man schickt sie hinaus ins Leben, in den Großstadtdschungel und sie hauen sich die Köpfe ein. Sie werden stumpfsinnige Nazis oder saufen die Lebern ihrer Konkurrenz auf Malle zu Klump. Sie sprengen sich in Menschenmengen in die Luft oder sie versuchen im Finanzsektor Karriere zu machen. Sie spinnen. Sollten sie nicht besser vor der Kiste hocken und ballerspielen?

Oder sind es doch eher die alten Säcke, die Vorderen, die Prediger, Lehrer, Generäle, die gefährlich sind ? Die die jungen mißbrauchen, manipulieren, die sie vergiften mit irgendeiner Ideologie? Die ihnen pervertierte Männlichkeit in ihre dummen, kleinen Seelen pflanzen? Sind es die Väter, die versagen? Die ihnen Respekt, Perspektiven und Großmut versagen? Zuwendung und Orientierung, Schutz und Wärme nicht geben können ... weil ... weil ... man findet immmer tausend Gründe ...

Und was ist mit den Frauen, die sich an gewaltätige Kerle halten, auf sie abfahren? Nein, diese Spezies existiert nicht im luftleeren Raum. Sie spiegelt, was sie vorfindet. Gewalt existiert in vielen subtilen, alltäglichen, akzeptierten und komplexen Formen, die unser Leben überall durchdringen.

Übrigens: Heute vor 35 Jahren, am 8. Januar 1973 lief die erste "deutsche Sesamstraße"' im deutschen Fernsehen. Zuvor waren einige Sendungen in englisch ausgestrahlt worden.

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3
Jan
2008

scheckich

Jahreshorrorskop 2008

Für alle Sternzeichen gilt in diesem Jahr: Bastelt euch die Sternensachen doch einfach selbst zusammen!

WIDDER: Sie sind viel zu Schaf. Überlegen Sie also nicht lange, gehen Sie die Sache frontal an und rammen Sie sie.

STIER
Selbst wenn Sie alleine in der Arena sind und das rote Tuch vor Ihnen lediglich eine vergessene Oma - schnaufen Sie in Ruhe aus und drehen Sie dann so richtig schön durch!

ZWILLING
Zwei Seelen schlagen in Ihrer Brust. Damit sind Sie schon mal drei. Wenn alles gut läuft, können Sie am Ende des Jahres sogar noch mehr sein. Sie werden geschwängert.

KREBS
Sie blicken zurück im Zorn. Wozu eigentlich? Klappern Sie dann auch mal mit Ihren Klunkern und schnappen Sie mit Ihren Scheren zu. Einem Familienmitglied gehört der Hals umgedreht.

LÖWE
Der King sind Sie, der wahr Chef, der richtig große Käse. Der Spot, der sie in diesem Jahr beleuchtet, könnte zwar Ihr Hirn verbrennen, aber seis drum - Ihre Großzügigkeit ist legendär.

JUNGFRAU
Analysieren Sie die Situation ganz in Ruhe. Leinensöckchen und Birkenstock war gestern. Sagen Sie ja zu sich und werden Sie nackig. Das steht Ihnen! Sie sind zwar völlig verkopft, aber dennoch gnadenlos erotisch. Nur Sie selbst wissen davon nicht.

WAAGE
Sie sind zum Paar geboren. Beziehen Sie sich. Hin zum Du. Nehmen Sie es leicht und locker und gönnen Sie sich auch ein paar Unentschlossenheiten. Sie werden es eh bereuen.

SKORPION
Die schlechte Nachricht: Sex ist nicht alles. Markenklamotten sind auch nicht zu verachten. Die gute Nachricht: Das kollektive Unbewußte meint es sehr gut gerade mit Ihnen!

SCHÜTZE
Wenn Sie nur reisen könnten! Was hält sie eigentlich so lange auf? Ihre ozeanische Weisheit und joviale Frohnatur, die sich in Belanglosigkeiten niemals verliert? Verbuchen Sie es einfach mal!

STEINBOCK
Etwas kühl dort oben. Aber Sie wollten es so. Ihre Ziele sind unerreicht. Das Weideland schön und die Städte unberührt. Wer Ihr Herz erobert, sollte etwas darstellen. Zumindest aber zu Ihnen aufblicken. Echt kühl.

WASSERMANN
Die 1000 Hochzeiten haben Sie schon betanzt. Wie weiter? Sie sprudeln zwar vor ungewöhnlichen Ideen, aber ist es wirklich notwendig damit Ihre Umwelt zu belasten? Permanent? Dabei können Sie so faul sein. Seien Sie es!

FISCHE
Vermeidendes Konfliktmanagement zahlt sich aus. Sie sind die Prinzessin auf Erbse oder der Frosch im Quark. So können Sie unbehelligt in Sphären schweben, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

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5
Nov
2007

scheckich

Handwerkers in the house

Heute habe ich die Motten Handwerker. Handwerk an sich ist notwendig und beginnt aus diesem Grund seinen Tag noch vor Morgengrauen. Bis ungefähr halbvier. Seine Arbeit wird innerhalb dieser Zeitspanne untergebracht. Und so wird aus einem kleinen Terminchen ein ziemlich großer. Handwerk - das heißt warten!

Niemand hat bisher herausgefunden, warum sich ein glasklarer Termin für das Handwerk als nicht praktikabel darstellt. Das gilt übrigens auch für die Zustellwirtschaft. Wir denken ja einfach nur an einen Termin mit einer Dehnungsfläche von plusminus einer Stunde. Doch genau hier zeigt sich das Handwerk sowie die Zustellwirtschaft deutlich überreizt.

Wahrscheinlich möchte man den Fluß (Flow) der Arbeit durch solche Banalitäten nicht gefährdet sehen. Manche sehen Handwerk in der Nähe von Kunst. Das Gipsen eines Stucks oder das Ingangbekommen eines alten Ford-Motors kommt tatsächlich einer Kunstform sehr nahe.

So teilt das Handwerk denn auch mit der Kunst: Ein exakter Termin ist ein Kriegsfuß. Die Kunst aber ist mir schon deswegen sympathischer, weil sie in der Regel nicht vor Morgengrauen sondern gegen Abenddämmerung in Erscheinung tritt - also einen sehr menschenfreundlichen Charakter ihr eigen nennt.

Niemand konnte bisher herausfinden, warum das Handwerk spätestens um halbacht sein Tagwerk beginnt; dann klappert und knallt es, da werden Motoren angeschmissen, nachdem man den alten klapprigen Diesel in die Parklücke vor der Tür geschrammt hat; dann jammern die Bohrmaschinen und klopfen die Hämmer; Laubblasemaschinen düsen wie Jets durch die Nachbarschaft und die Rasenmäher starten zu ihrem Kampfeinsatz - das ist zwar nicht immer gleich Handwerk, aber im Kern genau das selbe Übel: Die verflixte Erstnormalität der ungesunden Morgenstund.

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Jazz mein Deutsch

Hu

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