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Duda

Du bist nicht angenoggt.

404 ist

Auf Linie seit:
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Zuletzt aktualisiert:
22. Mai, 10:44

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mottiwochen

20
Dez
2007

mottiwochen

Wort in Gottes Ohr

Mottowoche OFFLINE-BEITRÄGE: Als Dingsbums von 10.000 Jahren die Erde erschuf und später seine Propheten schickte, gab es noch keine Neuroleptika. Damals war es gute Sitte gespaltene Persönlichkeiten, Phobiker und Stimmenhörer einfach zu heiligen Männern zu erklären. Die Therapie bestand darin, ihnen Steinwerkzeug und Tafeln, manchmal auch Papyrus, zu überlassen, damit sie beschäftigt waren und ihr meist genetisch bedingtes Tohuwabohu ausdrücken konnten. Die daraus entstandenen Machwerke werden heutezutage an Universitäten gelehrt und von besonders originellen Seelenfänger für bare Münze verkauft.

Logisch. Sagen wir mal, ich wäre Gott. Und ich hätte gesehen, wie meine Geschöpfe, die Menschen, riesige Steinhaufen stapeln und ihre verstorbenen Konzernchefs darin bestatteten. Oder wie mir Sklaven riesige Tempel erbauten, in denen gutbetuchte Professoren auf die Einhaltung gewisser magischer Riten drängten. Ich hätte meine Propheten geschickt. Ich hätte dagegen anschreiben lassen.

Wenn das alles nichts geholfen hätte, weil, sagen wir mal, ein kampfhelmbehütetetes Volk mit Mitteln der organisierten Kriminalität, die halbe Welt überfiele und unterjochte, auch, weil sie viel mehr Götter anrufen konnten - ich hätte meinen Sohn geschickt. Damit endlich mal Bewegung in die Sache kommt.

Natürlich, zuvor hätte ich jemanden für diesen Schlamassel da unten zur Verantwortung ziehen müssen. Einen Fiesling. Ich hätte mir aus meinen Herrscharen einen besonders Auffälligen herausgepickt und fallen lassen. Dadurch hätten meine Proheten für ihre Romane einen tauglichen Bösewicht, einen Gegenspieler, um meine Glorie noch sauberer herausputzen zu können. Verflixt nochmal.

Ich wollte, dass mich alle einfach nur anbeteten. Und täten, was ich ihnen sagte. Schluß. Weil ich es nicht ertrüge, wenn sich jeder einen eigenen Kopf machte. Weil ich es scheußlich fände, wenn man versuchte, mein schönstes Kunstwerk neben dem Genom, das menschliche Gehirn, zu entschlüßeln. Und weil ich es nicht aushielte, dass da plötzlich - wie heißen die nochmal? Psychologen? - seltsame Priester säßen, die den Menschen zu einem eigenständigen Leben verhelfen wollten. Die mit ihnen redeten, anstatt ihnen Papyrusrollen und Steintafeln mit Krikelkrakel zum Lesen zu geben.

Und am Ende stellten die Leute dann fest, dass ihre Schuldgefühle gar nichts mit mir zu tun hätten. Sondern mit gesellschaftlichen Normen, mit ihren Familien, Eltern, Onkeln, Geschwistern und mit bestimmten Autoritäten. Sie fingen an, sich selbst kennenzulernen, ihre Sachen in Ordnung zu bringen, zu verarbeiten ... und würden am Ende frei sein von meiner finsteren Herrschaft.

Spätestens jetzt hätte ich versucht, meine Verrückten von damals erneut zu schicken, wieder unters Volk zu mischen. Denn die Geschöpfe sollen nicht merken, was ihnen wirklich fehlt. Ich soll ihnen fehlen. Und meine Propheten sollten ihnen, wenn gar nichts mehr helfe, drohen. Mit Plagen und Verdammnis, mit Zeichen und mit Wischiwaschi. Mit Klimawandel und Tsunamis. Damit sie wieder hörten und wir alles zurückdrehen könnten. Und nochmal von vorne anfangen könnten, meine lieben Kreationisten. Mit Dummheit, Versklavung, Mord und Totschlag.

Übrigens: Und ich hätte noch ein paar andere Religionen erfunden, damit die Menschen in den Spiegel sehen könnten. Um dann vielleicht zu begreifen, wie unwichtig das alles ist.

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19
Dez
2007

mottiwochen

Gerüstet für den Winter

Mottowoche OFFLINE BEITRÄGE: Man hätte es leicht vergessen können, aber meine Funktion als ASK ME übe ich natürlich immer noch aus. Heute also ein paar Überlebenstipps für den Winter. Was braucht man eigentlich, um gut bis zum Frühling zu kommen?
  1. Einen Heizkörper. Ihr wißt schon, was ich meine!
  2. Nasentee
  3. Krankschreibearzt
  4. Eine Oma, die sich raus traut und einkauft
  5. Espresso
  6. Hühnersuppe
  7. Urlaubsvideos
  8. Kamin Duftkerze und Bärenfell Saunatuch
  9. Fernsehappart (zur Not auch Internet einen Weblog)
  10. Lange Unterhosen
Damit sollte man eigentlich hinkommen!

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18
Dez
2007

mottiwochen

Töchter des Hindukusch

Mottowoche OFFLINE-BEITRÄGE: Reportage auf ARTE. In den wilden Bergen Pakistans, in den Hochtälern des Hindukusch, leben die Kalash. Ein kleines Volk, das seine Naturreligion pflegt. Das ist sehr erstaunlich in einem islamischen Land. Wie lange mag das noch gut gehen?

Auf der ARTE-Website heißt es, "3.000 Kalash haben sich der Islamisierung entzogen und sind weiterhin Anhänger einer faszinierenden Naturreligion." Wie lange es diesem Volk gelingen wird, ihre Religion dem Islam gegenüber zu behaupten, ist ungewiss.

Ich finde es immer besonders traurig, diese letzten Reste urtümlicher Volksgemeinschaften in diesen Zeiten zu sehen. Denn dass ihre Kulturen verloren gehen ist allenfalls eine Frage der Zeit. All diese Völker, diese Kulturen sind unbedingt schützenswürdig.

Ich denke an den Wahnsinn der Christen und der Moslems, die solche Völker seit Jahrhunderten missionieren. Die im Namen des Herren Identität, Kultur und UNSER Menschheitserbe, lebendige Geschichte auslöschen. Ich höre förmlich ihre - verachtenden - Argumente, dass sie "Seelen retten" wollen. Und ich bin mir ganz sicher, dass es ihre eigenen Seelen sind, die geretten werden müssten.

Die Naturreligionen haben einen sehr eigentümlichen Charme und man empfindet spontan Sympathie für diese Menschen. Ich frage mich dann, wie es dazu kommen konnte, dass Religionen entstanden, die so viel Unheil im Namen des Heils in die Welt brachten. Die IHRE Wahrheit als eine ÜBERGEORDNETE ausgeben. Überall kann man die Folgen davon sehen.

Und so hoffe ich sehr, dass diese Völker, mit ihrer Kulturen und ihren Religionen überleben werden. Denn ich glaube, dass es ein großer Verlust für uns alle, für die Menschheit wäre, wenn diese Kulturen verloren gingen.

Denn gerade die Vielfalt ist unser Reichtum. Und alles, was diesen Reichtum beschneidet, ist nicht gut - und kommt auch nicht "von oben". Oder doch: Denn auch Wirtschaft bedroht Kulturen. Vielleicht haben beide Arten, die geistige und die materielle (Über-)Macht, die Vielfalt vernichtet, dieselben Wurzeln.

Warum ist es nur so schwer auszuhalten, dass es nur uns hier unten gibt? Und der Rest darüber hinaus im Moment gar nicht so wichtig ist. Und wir alle einer Familie angehören und uns gefälligst auch so zu benehmen haben. Wie eine Familie, die sich gern hat. In der jeder seinen Platz hat, in der Vielfalt nebeneinander bestehen kann, von der niemand ausgetoßen oder gezwungen wird, seine Schrullen abzulegen. Das würde schon ausreichen. Die "heiligen Bücher" wären überflüssig.

Übrigens: Kürzlich erwähnte ich das Weihachtsliederbuch. Für die Musik verantwortlich zeichnet Nils Kacirek - und dieser hat auch die Musik zu jener Reportage gemacht. Auf seiner Website ein Video-Ausschnitt des Films Töchter des Hindukusch

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17
Dez
2007

mottiwochen

Wünsch dir was

Das Leben ist ein Ponyhof auf dem Planeten WÜNSCH DIR WAS. Wer das noch nicht mitgekriegt hat, sollte ich sich mal einen Ratgeber kaufen oder mich fragen. Wir kaufen uns frei, denken uns reich, beten uns heil und saufen uns schön.

Nun, für manche ist das Leben auch ein Shopping-Center auf dem Planeten Handtasche. Andere Glauben, das Leben ist ein Swingerclub auf Mallorca. Und ein paar Durchgeknallte denken, sie seien in einer Schlachterei auf dem Trabanten Blutwurst. Für einige aber ist es ein Leben in einem seltsamen Film auf dem Planeten Dune.

Aber was ist es wirklich? Wo befinden wir uns in Wahrheit? Das weiß keiner. Es gibt zwar Berechnungen dazu, aber die verstehen nur ein paar Besserwisser auf dem Planeten Professur. Glücklich die mit den chemische Substanzen, mit denen man durchs All reisen kann. Aber mit einer tauglichen Antwort ist noch keiner von ihnen zurückgekehrt. Unsanft gelandet im betreuten Wohnen auf Anstalt.

Wenn es nur nicht so wäre, dass jeder jedem seine Interpretation verkaufen wollte, könnte man doch tauschen. Ich verschenke mein Christentum, dafür verscherbelst du deinen Islam bei eBay. Gemeinsam rauchen wir die heilige Schrift in der Pfeife. Die Nazis schockgefrieren wir, damit zukünftige Generationen sie aus dem Permafrost meiseln und sich mit ihnen herumschlagen können.

Politiker kommen in den Zoo und Pampelmusen moderieren Talkshows. Die Kommunisten dürfen dafür auf den Mond fliegen und sich in Ruhe umerziehen. Unsere leitenden Angestellten verschenken wir an japanische Zen-Klöster und von dort importieren wir Steingärten, die wir zu Brennstoff ummeditieren. Ich werde Guru und erleuchte die Nacht.

Dann wäre es gar nicht so schlecht auf unserem Ponyhof, gell!

Übrigens: Alles muss raus - deshalb diese Woche Mottowoche OFF-LINE-BEITRÄGE!

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5
Okt
2007

mottiwochen

Papierpenis

Ein Überbleibsel meiner letzten Video-Mottwoche: Ein sehr, sehr lustiger, doch politisch überhaupt nicht korrekter Beitrag der genialen RTL-Freitagnachtnews über von Frauen gefaltete Papierpenisse. Schönes Wochenende!

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26
Aug
2007

mottiwochen

Blogpause diese Woche

Ich gönne mir mal ein Woche ohne Blogging. Was heißt gönnen! Es gibt halt gerade viel zu tun. Deshalb unterhalte ich mit zwei schon länger bereitgehaltenen Videos. So kann man denn wählen: Ob man einen sehr dynamischen Hamburger Pastor beim Tanzen auf dem Sommerfest der Katharinen-Kirche (Anfang Juli) zuschauen möchte - oder einem meiner berüchtigten Gespräche mit einer wildfremden, aber spannenden Frau auf den legendären Hamburger Harley Days:



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15
Aug
2007

mottiwochen

Joss Stone

Mottwoche Werbe-Spots. Heute: Sexy Singsang. Auch ein Musik-Clip ist ja Werbung. Die sehr junge britische Soulsängerin Joss Stone ist wirklich unbelievable. Ihr Talent ist sagenhaft. Wenn man nicht weiß, wie alt sie ist, würde man nie darauf kommen, dass sie noch ganz am Anfang steht. Trotzdem singt sie Soul, als hätte sie nie etwas anderes getan. Und sie sieht klasse aus!


Link: sevenload.com


http://www.jossstone.de/

Übrigens: Ihre Scheibe The Soul Sessions aus dem Jahr 2003 ist, genau wie sie selbst, eine echte Perle. Diese hatte ich damals mit Prince gekauft und wollte sie längst vorgstellt haben.

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14
Aug
2007

mottiwochen

Jede Bluse zählt

Mottwoche Werbe-Spots. Heute: Aufklärung. Weltweit ist jede dritte Frau von dieser geheimnisvollen Krankheit befallen. Diese Frauen brauchen Hilfe. Jede Bluse zählt...

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13
Aug
2007

mottiwochen

Daddy Cool

Aus zeitlichen Gründen mache ich es mir in dieser Woche einfach und rufe die Mottowoche Werbe-Spots aus. Da wir eh gerade beim Lachen waren. Wir starten mit einem eigenen Track aus meinem letzten 5-Sterne-Urlaub:

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6
Jul
2007

mottiwochen

Vaterunser

Mottowoche Kunst: Heute das Vaterunser als Gemälde von einer Pastorenfrau auf der Vernissage des schon vorgestellten Malkurses der Hamburger Künstlerin Ines Kollar. Nun, wie bekannt, bin ich kein Christ. Aber stets an all dem interessiert genug, was des Menschen Geist bewegt. Deshalb.

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Jazz mein Deutsch

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