mottiwochen
23
Jul
2009
21
Jul
2009
Wahl 2009: Prominente rufen zum Wahlboykott auf
Ich kann es schon verstehen, wenn man sagt: "Ich gehe nicht wählen. Wozu denn auch?" Obschon dieser Spot eher eine Provokation ist, als ein tatsächliches Statement der Prominenten.
Ich glaube, dass es wichtig ist, für Demokratie und Freiheit etwas zu tun. Wählen gehört dazu. Aber diese Politikerkaste, die sich im Laufe der Jahrzehne herausgebildet hat, ist wirklich ungeheuerlich. Wahrscheinlich haben wir diese teilkorrupten Spießbürger auch noch verdient.
Mehr als die Hälfte unserer Bürger erhalten ihr Geld vom Staat. Vorne weg natürlich die sehr gut bezahlten Berufspolitiker und knapp 2 Millionen Beamte, sowie 1,4 Millionen Pensionsempfänger.
Quelle: Wirtschafts Woche 23
Die Beamten stellen die größte Berufgsgruppe unter den Politikern. Ehrlich, was erwarte ich denn von Beamten? Sehr viele unserer (Spitzen-)Politiker verhalten sich wie Verwaltungsangestellte, die einen Rhetorikkurs besucht haben und nun Sprechblasen in die Öffentlichkeit ablassen. Allen voran Steinmeier und Merkel. Diese beiden sind so was von unerträglich ... und schon gar nicht wählbar ...
Es fehlt unseren Politiker (Ausnahmen bestätigen die Regel) an allem, was sie eigentlich ausmachen sollte: Visionen, Begeisterung, GELEBTEN Werten und Menschlichkeit - am Ende an einer NACHHALTIGEN Philosophie. Aber wer hat die schon in einer hochspezialisierten Konsum- und Unterhaltungsgesellschaft? Außer natürlich Till Schweiger, Heidi Klum und Giulia Siegel.
Können ja nicht alle Per Steinbrück, Horst Seehofer, Hans-Christian Ströbele, Wolfgang Gerhardt oder Gregor Gysi sein!Piratenpartei? Ich weiß nicht. Im Grund kann man nur einen ernsthaft wählen: Horst Schlämmer!
20
Jul
2009
Hildebrandt zur SPD
Der Staat muss uns die Schuld zumessen, weil wir über die Verhältnisse gelebt haben. Die Schwachen sind zu teuer geworden – das war Schröder.
Apropos Steinmeier: Wünschen Sie sich Schröder zurück?
Nur, wenn er (Steinmeier) eine Rede hält!
Brauchen wir einen Barack Obama, Herr Hildebrandt? Brauchen wir jemanden, der uns so richtig vom Sockel haut und wer könnte das sein?
Inzwischen glaube ich, brauchen ungefähr 150 Staaten in dieser Welt einen Obama. Aber der ist ja nicht vervielfältigungsbereit.
... aber man versucht ihn ja zu suchen irgendwie...
Das wäre ja auch gut. Ich meine, er ist ein Mann, der wirklich sagt, was er will und das auch durchdrückt.
Aber um noch mal auf Helge Schneider zurückzugehen:
Das Vertrauen in die SPD ist gesunken, weil sie von vornherein gesagt hat, sie ist die Partei der Schwachen, die die Schwachen verteidigt. Und das tut sie nicht mehr. Sie will es auch nicht mehr tun. Die Partei ist nicht mehr die Partei der Arbeiter und der Mühseligen und Belasteten, sondern sie ist die Partei der Lehrer und der Akademiker; und die Akademiker haben keine Lust mehr wählen zu gehen, d. h. sie beteiligen sich nicht, denn es ist eine gewisse Arroganz eingetreten bei der Klientel der Sozialdemokraten.
Und die Partei, die damals gelebt hat von den Menschen, von den 4000, von den 5000, 6000, 20000 Menschen, die in den großen Betrieben waren – die großen Betriebe gibts nicht mehr und die Arbeiter gibts nicht mehr, das machen Geräte. Das heißt: Es ist ein Lug und Trug, wenn man uns immer wieder einreden will, wir werden irgendwann mal zu einer Vollbeschäftigung kommen. Und die Leute, die vorher die Sozialdemokraten gewählt haben, glauben das nicht mehr. Und deswegen wählen sie entweder nicht oder ... die anderen.
http://www.dieterhildebrandt.com/
7
Apr
2009
Der Hund der Hund und nicht der Wahnsinn
21
Aug
2008
Urmensch im Anzug
Nun ja, es geht um Steinzeitmenschen und nicht um Neandertaler. Dieser Titel wurde gewählt, so der Autor, um damit sehr deutlich zu machen, um was es hier geht: Um unser genetisch bedingtes Verhalten im Alltag. Kein neuer Hut, aber ein ebenso wichtiges wie spannendes Thema, meine ich. Dieses Buch veranschaulicht sehr unterhaltsam, wie wir ticken und warum. Es ist keine Fachbuch, sondern eines für den Laien, den gemeinen Homo Sapiens Sapiens.Ich kann dieses Büchlein dem interessierten Hobby-Anthropologen und der staunenden Hobby-Verhaltensbiologin nur wärmstens empfehlen. Es ist, wie gesagt, sehr unterhaltsam und anschaulich beschrieben, warum wir beispielsweise Schwitzen vor Angst, was es mit dem Dicksein und der Magersucht auf sich hat, warum wir welche Partner wählen usw. usf...
"Nach der Lektüre beobachtet der Leser sich selbst und seine Mitmenschen mit anderen Augen und wird manches weitere uralte Erbstück an sich und ihnen bemerken. Man lernt durch dieses Buch, sich und "die anderen" besser zu verstehen und zu akzeptieren. Zu einer Abkehr von den Errungenschaften der Technik möchte das Buch natürlich nicht auffordern, aber es weist auf spannende und unterhaltsame Weise darauf hin, wie wir uns in unserem gewohnten Umfeld unserer Natur stellen können."
"Der Jetlag, die Babysprache, selbst das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom: Alle haben sie ihren Ursprung in grauer Vorzeit. Sie werden den Menschen sicher noch lange begleiten, aber endlich erfährt er nun weshalb.
"Wir sind alle Neandertaler" entlarvt eine klaffende Lücke zwischen dem ambitionierten Fortschrittsglauben und der tatsächlichen Anpassungsfähigkeit des Menschen. Jürgen Braters Buch eröffnet eine neue Perspektive auf menschliches Verhalten und erläutert anschaulich verblüffende Sachverhalte rund um das spannendste Geschöpf dieser Erde."
Zwei Zitate aus den Amazon-Kundenrezensionen zu dem Schinken.
20
Aug
2008
Das mobbende Weib
In grüner Vorzeit saßen für mehrere hundertausend Jahre die Weibchen vor der Höhle, wuschen Nüsse und klatschen den ganzen Tag. Natürlich, wenn man Unmengen an unwichtigem Zeugs von sich gibt, kommt es zu Zank und Streit, Neid, Eifersucht und Missgunst, und Problemen, die gar keine sind.Während die Männer mit strammen Riemen auf Mammut-Hatz gingen und sich dabei stolz ihre neuesten Klingeltöne und Mobilfunken zeigten, stritt sich das gemeine Weib darum, wer vom Jägerking bei seiner Rückkehr als erste durchgenudelt werden würde.
Hierbei ist jedes Mittel recht. Eine äußerst perfide Technik ist es, bei seiner Nebentrulla den Jagdherrn madig zu machen, was für ein blöder, stinkender, dummer kleiner Junge er doch eigentlich sei. Und das nur deshalb, um als einzige auf seiner Flöte spielen zu dürfen.
Diese Vorgänge - die sich neudeutsch Mobbing nennen - sind also uralt und lange erlernt, genetisch bedingt irgendwie. Und so ist es auch zu erklären, warum viele Miststücke, die ihre Gene auf diese Art leben, gar nicht mitkriegen, dass die mobben. Das ist sehr subtil.
Mobben fängt da an, wo man sich anderer Leute Kopf zerbricht ... und diese in ein unvorteilhaftes, dunkles Licht rückt. Und es hört da noch lange nicht auf, wo man seinen eigenen Dösbaddel in Dinge steckt, die einen verflixt noch eins nichts angehen. Doch es wird an jener Stelle sichtbar, an der man sich über andere erhebt ... und besser weiß, moralischer ist und den krummen Zeigefinger in die eigene muffige Atmenluft hält.
Was wäre das für eine Welt, wenn jeder vor seiner eigenen Tür kehrte, seine Hausaufgaben auch mal erledigte, sich an seine eigene Nase fasste und den Nächsten, den Nächsten sein ließe. Nicht auszudenken!
Darüber sollte ich vielleicht mal schreiben - über die vielen kleinen, feinen und meist unbewußten Manipulationsversuche!
Übrigens: Nächste Folge: "Die schweigende Nuss - Männer am Abgrund ihres Innenlebens". Na ja, stattdessen schreibe ich besser an meiner neuen Seite, die aber lange noch nicht fertig ist. Offizieller Start: Nächstes Jahr!
18
Aug
2008
Lebenshilfe Stress
Ich mag das ja sehr gerne: Den Buchladen durchstreifen nach originellen Titeln und gehaltvollem Inhalt. Ich stolperte über "Fix und fertig in 5 Minuten"! Herrlich. Das müsst doch möglich sein. Manchmal läuft etwas schief, man fühlt sich gestresst, das Leben ist zäh. Doch es dauert einfach zu lange, bis man wirklich fertig ist. Das müsste also schneller zu machen sein, das Leben ist bekanntlich kurz.
Dank Thomas Hohensee und seinem COMPLICATE ® und COMPLICATE ® FENG SHUI (Kaufen Sie Großpackungen - Wie stelle ich meine Wohnung am besten zu?) ist das nun in fünf Minuten erledigt. Man kann so vieles tun, um es sich schwer zu machen, schwarz zu malen und unglücklich zu sein. In diesem Buch nun bekommt man allerhand Werkzeug an die Hand, sich schlecht zu fühlen. Da braucht man keine Blogs mehr. Ich habe mich beim Lesen vorzüglich amüsiert! Hier ein paar Zitate aus der leichten Schwarte:"Versicherbar ist nur, was mit großer Wahrscheinlichkeit nicht passieren wird. Versicherungen sind so eine Art Wette. Die Versicherung wettet, dass ihr Haus nicht abbrennen wird. Sie halten dagegen. Die Versicherung gewinnt und kassiert!
"An dieser Druckkesseltheorie hat sich im Verständnis vieler Menschen bis heute nichts geändert. Die meisten sind überzeugt: Gefühle müssen raus! Wenn Sie das ebenfalls glauben, kann ich Sie nur beglückwünschen. Sie haben es nämlich geschafft, alle neueren Erkenntnisse über Magengeschwüre und die Entstehung von Wut und anderen Gefühlen zu ignorieren. Im Sinne der STRESSFORMEL sind Sie auf dem richtigen Weg".
"Bereits wenn er einen schwarzen Fleck auf seinem Hemd sieht, denkt er es sei Hautkrebs. Obwohl Sie die Hautkrebsdiagnose sofort in der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses bestätigen lassen möchten, hindert Sie ein Gedanke daran: Das Krankenhaus ist voller Mikroben. Sie würden sich infizieren und an einer Mischung aus Aids, Hepatitis C und Hühnerpest sterben.
Ich glaube, Sie haben das Prinzip (des Kathastrophendenkens) verstanden..."
"Jammern können Sie auf verschiedenen Qualifikationsstufen. Für Anfänger empfiehlt es sich, das Stressgebet zu beherzigen: 'Möge ich die Gelassenheit haben, Dinge hinzunehmen, die ich ändern könnte, den Mut, Dinge ändern zu wollen, die sich nicht ändern lassen, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
"Wir dürfen nicht - wie es bereits von hohen Politikern beklagt wurde - zu einem "Freizeitpark" verkommen, in dem die Leute 10 Jahre oder länger Rente ... beziehen. Die Lösung aller Rentenprobleme heißt Karoshi: mindestens 16 Stunden am Tag arbeiten, umfallen und auf die Rente verzichten."
Oder meinen Lieblingsabsatz:
"Ohne die kleinen und großen Diktatoren in den Familien, Schulen, Unternehmen und Regierungen gäbe es viel weniger Stress in der Welt. Diese Menschen leisten Großes auf dem Gebiet des Druckmachens, der Schinderei und des Elends.
Doch was wären Diktatoren ohne ihre Untertanen. Ein kluger Kopf hat gesagt, man könne die Herrscher von ihrem Podest holen, indem man sich von seinen Knien erhebt.
Lassen Sie uns daher das Glas erheben auf alle Mitwirkenden in diesem schönen Spiel, auf die Diktatoren und Diktatorinnen jeden Alters und ihre geduldigen, treu dienenden Untertanen und Untertaninnen!"
Die lustigsten Geschichten aus dem Büchlein habe ich natürlich nicht zitiert. Denn die klare Botschaft dieses kleinen, äußerst unterhaltsamen Ratgebers zu Stress und Lebensführung lautet: "Machen Sie ruhig so weiter!"
Da man sowieso tut, was man will. Also: "Die Hölle, das sind die anderen"! "Sorge Dich doch - lebe verzagt!"
Wie gesagt: Köstlich!
26
Jul
2008
Eine Braut in Bombay
Eine Braut in Bombay und eine in Shanghai
Rosen aus dem Süden, Blumen in Hawai
Doch die allerschönste
Blume, die ich sah
Die blühte in St Pauli, in Hamburg-Altona









