Gewonnen in Wien
Die erste Halbzeit war Grotte. Die junge österreichische Mannschaft hat die Deutschen gut beschäftigt und gehörig unter Druck gesetzt. Die Österreicher sind aber nicht abgebrüht genug und waren nicht zwingend vor dem Lehmann-Kasten. Lehmann hatte übrigens einer seiner schlechteren Tage und dennoch einen Rekord aufgestellt: 531 Minuten ohne Gegentor (in der Nationalmannschaft).
Die zweite Halbzeit lief dann für die Deutschen besser. Hochgeschwindungskeitsfußball im Ansatz, rasantes Kurzpassspiel und beim 1:0 etwas Glück. Sie konnte ihre Stärken zeigen und wenn man bedenkt, dass es eine "Tourniermannschaft" ist, brauchen wir uns keine Sorgen machen. Die Mannschaft ist toll, der Titel ist drin.
Dass das Wiener Publikum die deutschen Fußballer bei ihren Auswechselungen auspfiff, wirft kein gutes Licht auf die Gastgeber. Immerhin war es ein Freundschaftsspiel und alle freuen sich auf die EM. Vermutlich haben die Wiener das alles noch gar nicht mitgekriegt.
Neben uns saßen auch tatsächlich drei Wiener, die natürlich in der 2. Halbzeit etwas kleinlaut wurden, ansonsten aber durch Unsympathie auffielen. Auch den breiten Wiener Akzent finde ich nicht so berühmt. Vor allem wenn er nicht mit Humor oder Charmanz gepaart ist.
Ich hoffe trotzdem ganz stark, dass es eine fantastische Fußball-Europameisterschaft wird. Ich freu mich auf den Sommer!
Übrigens: Was erwartet man eigentlich nach der Winterpause von der deutschen Elf? Sie konnte nicht gemeinsam trainieren und viele Spieler haben noch eine ansprengende Rückrunde vor sich. Ich finde die erste Halbzeit sehr verzeihlich, vor allem weil die Österreicher hart, aber sehr gut gespielt hatten.












