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fatal
MJ R.I.P.
Pietätlos?
Es hat allein mit der Kunstfigur zu tun. Und eine Kunstfigur hat keinen Anspruch auf Pietät, sondern muss sich Kritik und Verballhornung gefallen lassen. Denn nur so kann man Größe und Banalität eines Kunstwerks wirklich einschätzen. Aber das ist ein anderes Thema.
Das Video ist genial!
"Kunstkritik" darf wohl alles... Aber wer Geld verdient, ist pietätlos? Alle verdienen Geld mit allem. Die Medien verdienen ihr Geld am Elend der Welt. Das ist wohl das Banalste. Wenn Dir das nicht gefällt, musst Du das Geld abschaffen; oder eher die Medien? Auch ein anderes Thema.
Geld abschaffen?
Wenn man diesen Beitrag und das Video zu diesem Zeitpunkt pietätlos nennt, müsste man auch die gigantische Geldmaschinen-Trauerveranstaltung um Michael Jackson pietätlos nennen. Unanständig ist dieser Todeshype. Aber so ist es nun einmal.
Ich würde den Menschen gerne helfen und tue, was ich kann. Aber diese Kulte sind noch zu übermächtig.
Ich kann nichts für die Medien. Ich brauch sie nicht beziehen und kann sie in ihrer Geldgeilheit und Befriedung niederer Instinkte kritisieren.
Man muss unterscheiden. Zwischen Trauer um einen echten Menschen (diese hat nichts in den Medien zu suchen, ist eine sehr intime Angelegenheit) und die Darstellung von Trauer in und für die Medien; so, wie es Künstler gibt, die Menschen darstellen. Aber am Ende ihrer eigenen Menschlichkeit verlustig werden.
Ein normales Menschenleben verträgt sich nicht mit Massenmedien. Es gibt zahlreiche Küsntler und Publizisten, die dieses Rummel verabscheuen, keine Marketing auf diese Art betreiben und die Unterscheiden können, zwischen ihrem Werk und sich selbst ...
Halbgott
Und ich denke, Dein Beitrag, ist nichts weiter als ein antihierarchischer Reflex.
Antihierarchischer Reflex?
Ich komme da nicht mehr mit. Es geht einzig um allein ums Verkaufen. Mehr kann ich in diesem Zirkus nicht erkennen. Wer sich mit diesem Irrsinn identifiziert, dessen Seele ist selbst in Gefahr verunechtet zu werden. Und was dann?
Nichts ist mehr glaubbar, nichts gibt Sinn, nichts ist mehr um seiner selbst willen. Dagegen wehre ich mich.
Ich habe nichts gegen ein Micharl-Jackson-Gedächnis-Konzert. Aber dann soll man das auch so nennen und nicht immer nur so tun als ob. So tun, als ob.
Jacksan war weder ein genialer Musiker, noch ein genialer Sänger - vielleicht ein begabter Tänzer, das weiß ich nicht. Er war eine tragische Person und in gewissem Sinne krank (das sind alle "Superstars").
Es gibt jedoch gegnadete Künstler, die ihr Leben, ihre Vergangenheit meistern und die sich nicht zum goldenen Kalb machen lassen.
Aber ich versteh Deinen Reflex gegen das Showbiz und die Superstars.
Dennoch: MJ kann man nun nicht einfach in den gleichen Topf tun wie Madonna, Prince und wie sie alle heißen. Er war sehr wohl ein genialer Musiker, ein guter Sänger, Tänzer, Videokünstler, Illusionist und ein absolut Erfolgsbesessener. Ich bin kein Jacko-Fan, diese Musik - v.a. wenn ich sie nur höre - trifft nicht meinen Geschmack. Aber schau Dir mal seine Live-Performance von "Dangerous" an. Die Musik, den Tanz muss man sehen, um das Geniale wahrzunehmen. Das ist natürlich auch Kommerz - gewiss. "Thriller" ist nicht einfach eine Schallplatte. Es ist Tanz, Musikvideo oder besser: Kurzfilme, Jazz-Rock-Disco, kommerzieller Erfolg in nicht mehr erreichbaren Dimensionen. Und obendrauf hatte MJ auch noch einen Tiger, den er "Thriller" nannte... Das hat seinen Preis, er war auch eine tragische Person und in gewissem Sinne krank. Da geb ich Dir Recht. Den Preis hat er bezahlt. RIP
Gut
Sicher ist Jacko ein großer Künstler gewesen und grandioser Tänzer und hat viel Pionierarbeit geleistet. Das wars dann aber auch.
Meine Kritik richtet sich eher gegen die Medien, gegen diese ganzen Fressen und Fratzen die ihren dusseligen Dötz hier wieder nach vorne bringen.
Ich vermisse Dich, Kurt!