Neugeborenes & Baby: Das Schreien und das Eltern
Der Theorien sind es viele. Doch selbst Fachkräfte sind durch ihre vielen Routinen nicht immer auf der Höhe des Geschehens. Dabei könnte alles - wie im richtigen Leben - mit gesundem Menschenverstand, Herz und humorvoller Vernunft so einfach sein ...
Auffällig ist, dass viele Zeitgenossen noch nicht wirklich mitgekriegt haben, dass jeder Mensch und jeder Organismus, so klein er auch sein mag, einzigartig ist. Klar, denn das macht die Sache komplizierter und viele einfache Antworten greifen auf die Schnelle nicht (Schmerzen, Drama, Koliken, alles, immer, so und so ...)!
Wenn man wirklich begriffen hat, dass jede Geburt, jedes Kind und jede Mutter anders ist und die Dinge kommen, wie sie kommen, sieht auch die Sache mit dem "Schreikind" anders aus, als angenommen.
Ich darf an dieser Stelle nochmals auf das wunderbare Buch Babyjahre von Remo H. Largo verweisen. Dort gibt es das Kapitel "Schreiverhalten".
Zusammengefasst weiß man heute, dass das Schreiverhalten der Babys bestimmen Zyklen unterliegt. Beispielsweise ist die "Schreidauer" in der 6. Lebenswoche am längsten; gegen frühen Abend schreien Babys am häufigsten (siehe Seite 208, 209).
Das Problem dabei ist das Schreien ohne ersichtlichen Grund: Das "unspezifische Schreien"! Vieles deutet darauf hin, dass das Herumtragen der Kleinen, wie wir es von Völkern kennen, die sich noch nicht so weit von sich selbst entfernt haben wie wir, diesem Schreien entgegen wirkt. Man hat herausgefunden, dass Kinder, die täglich ca. drei Stunden lang getragen werden, schneller einschlafen, weniger Schreien und zudem aufmerksamer und interessierter wirken.
"In Gesellschaften, in denen die Kinder weniger schreien, werden sie nicht nur mehr herumgetragen als bei uns, sie werden auch häufiger gestillt." (Seite 211)
Gestern sah ich wieder ein Paar, dass ihr Neugeborenes auf die Schnelle beruhigte - mit einem Schnuller. Dieses einfache und billige, und ich meine auch verblödende, Verfahren ist natürlich typisch. Mich macht das sauer. Denn wie im richtigen Leben auch, brauchen die fruchtbaren Lösungen stets Kreativität, Zeit und Geduld ... (!) Unsere Tochter wird keinen Schnuller bekommen.
So eben hat die Frau Mama noch ein spannendes Youtube-Video zum Thema entdeckt. Dort geht es um das Beruhigen der Babys mit dem Laut "Sch" oder "Ssss", also mit RAUSCHEN. Davon hatten wir auch in der Klinik gehört, dass man den Schreihälsen dort eine CD mit Wellenrauschen vorspielt und sie sich daraufhin beruhigen. Das hängt offenbar damit zusammen, dass dieser Laut etwas ist, dass die Ungeborenen im Mutterleib hören. Auch das Rauschen einen Wasserhahns beruhigt die Kleinen.
Außerdem kommt im Video das Pucken zum Einsatz, das feste Einwickeln des Kindes, wie wir es aus Russland kennen und das in Englisch "swaddle" heißt. Bei den Herumtragevölkern sind die Kinder ja auch der Mutter fest auf den Leib gebunden!
Oder auch dieses amerikanische Video ist richtig toll!
So: Und jetzt her mit euren Ratschlägen!










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