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404 - 21. Dez, 15:59
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Klingt gut. Schon verschenkt!! Danke...
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...
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Sagt wer?
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man wird sich ja wohl...
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ein bescheidenes... Ja.
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Dieses
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Seit ich...
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Jetzt versteh ich, woher...
Jetzt versteh ich, woher der Begriff “Blaumaise“...
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vi knallgrau GmbH

AGB

3
Jun
2009

leben

Neugeborenes & Baby: Das Schreien und das Eltern

Der Gemeinschaft einen gesunden Einzahler zuzuführen ist - das weiß schon jedes Kind - kein leichtes Unterfangen. Ungefragte Ratschläge, burleskes Schad- und Halbwissen, Gutgemeintes aus Illustrie und Boulevard vertont selbst souveräne Eltern. Zum Beispiel die Sache mit dem Schreien.

Der Theorien sind es viele. Doch selbst Fachkräfte sind durch ihre vielen Routinen nicht immer auf der Höhe des Geschehens. Dabei könnte alles - wie im richtigen Leben - mit gesundem Menschenverstand, Herz und humorvoller Vernunft so einfach sein ...

Auffällig ist, dass viele Zeitgenossen noch nicht wirklich mitgekriegt haben, dass jeder Mensch und jeder Organismus, so klein er auch sein mag, einzigartig ist. Klar, denn das macht die Sache komplizierter und viele einfache Antworten greifen auf die Schnelle nicht (Schmerzen, Drama, Koliken, alles, immer, so und so ...)!

Wenn man wirklich begriffen hat, dass jede Geburt, jedes Kind und jede Mutter anders ist und die Dinge kommen, wie sie kommen, sieht auch die Sache mit dem "Schreikind" anders aus, als angenommen.

Ich darf an dieser Stelle nochmals auf das wunderbare Buch Babyjahre von Remo H. Largo verweisen. Dort gibt es das Kapitel "Schreiverhalten".

Zusammengefasst weiß man heute, dass das Schreiverhalten der Babys bestimmen Zyklen unterliegt. Beispielsweise ist die "Schreidauer" in der 6. Lebenswoche am längsten; gegen frühen Abend schreien Babys am häufigsten (siehe Seite 208, 209).

Das Problem dabei ist das Schreien ohne ersichtlichen Grund: Das "unspezifische Schreien"! Vieles deutet darauf hin, dass das Herumtragen der Kleinen, wie wir es von Völkern kennen, die sich noch nicht so weit von sich selbst entfernt haben wie wir, diesem Schreien entgegen wirkt. Man hat herausgefunden, dass Kinder, die täglich ca. drei Stunden lang getragen werden, schneller einschlafen, weniger Schreien und zudem aufmerksamer und interessierter wirken.

"In Gesellschaften, in denen die Kinder weniger schreien, werden sie nicht nur mehr herumgetragen als bei uns, sie werden auch häufiger gestillt." (Seite 211)

Gestern sah ich wieder ein Paar, dass ihr Neugeborenes auf die Schnelle beruhigte - mit einem Schnuller. Dieses einfache und billige, und ich meine auch verblödende, Verfahren ist natürlich typisch. Mich macht das sauer. Denn wie im richtigen Leben auch, brauchen die fruchtbaren Lösungen stets Kreativität, Zeit und Geduld ... (!) Unsere Tochter wird keinen Schnuller bekommen.

So eben hat die Frau Mama noch ein spannendes Youtube-Video zum Thema entdeckt. Dort geht es um das Beruhigen der Babys mit dem Laut "Sch" oder "Ssss", also mit RAUSCHEN. Davon hatten wir auch in der Klinik gehört, dass man den Schreihälsen dort eine CD mit Wellenrauschen vorspielt und sie sich daraufhin beruhigen. Das hängt offenbar damit zusammen, dass dieser Laut etwas ist, dass die Ungeborenen im Mutterleib hören. Auch das Rauschen einen Wasserhahns beruhigt die Kleinen.

Außerdem kommt im Video das Pucken zum Einsatz, das feste Einwickeln des Kindes, wie wir es aus Russland kennen und das in Englisch "swaddle" heißt. Bei den Herumtragevölkern sind die Kinder ja auch der Mutter fest auf den Leib gebunden!



Oder auch dieses amerikanische Video ist richtig toll!



So: Und jetzt her mit euren Ratschlägen!

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Trackback URL:
http://checkbox.twoday.net/stories/5736847/modTrackback

Eugene Faust - 3. Jun, 14:01

HIER kannst du vielleicht einen wirksamen Sound designen.

Tip 2 (einer Kinderlosen) Mit einem untröstbaren Baby würde ich auf jeden Fall zum Osteopathen/zur Osteopathin gehen. Da habe ich schon die tollsten Sachen gehört und gesehen. Beeindruckend!
404 - 3. Jun, 14:40

Sehr gut, Eugene

Lieben Dank für den Sound-Link.

Klaro. Osteopathie ist eine wundervolle Sache. Ich kenne die Methode ... und haben sie im AK Altona schon der Kleinen angedeihen lassen. Die Osteopathin meinte aber, dass alles in Ordnung sei.

Jedenfalls ist Leni bisher kein Schreihals, sie hat ihre kleinen Krisen, wie es auch beschrieben wurde. Wir lernen uns alle noch kennen und probieren manches aus. Denn wir wissen ja, dass es nicht DIE Methode geben kann, sondern man sich die Mühe machen muss, herauszufinden, was für jeden das Beste ist!
herold - 3. Jun, 14:39

hofft, dass Sie manns genug sind, mitzuteilen, wann Sie zum ersten mal den schnuller anwenden.
404 - 3. Jun, 14:41

*lach

Nein, auch das kommt nicht in die Frage!

Es ist die grundsätzliche Frage der eigenen Haltung zum Schlammassel. Also zum GANZEN Schlammassel! Also philosophisch und so.
herold - 3. Jun, 14:51

war es womöglich schon so weit?
404 - 3. Jun, 14:59

Iwochen

Ich wäre manns genug. Sicher das!
Eugene Faust - 3. Jun, 15:00

Das dachte ich übrigens auch sofort. ;)

Also ich habe den heißgeliebten Schnuller an meinem 4. Geburtstag unter Tränen dem Nikolaus gegeben. Meine beiden Schwestern hatten nur ganz kurz einen. Aus uns allen ist etwas geworden!!! :))
SabineD - 3. Jun, 16:23

Lässig bleiben ...

... zahlt sich aus in allen Bereichen, auch beim Schnuller. Ich habe 2 ½ Dinge gelernt in meiner mittlerweile 16-jährigen Mutterlaufbahn: 1. Kinder sind vollständig in der Lage zu zeigen und später auch zu sagen, was sie wollen (nur während der Pubertät fangen sie an zu nuscheln ;)). 2. Vorsätze, was die geplanten Erziehungsmethoden und Meinungen zu dies oder das angeht, lösen sich oft schnell in Schall und Rauch auf, weil ein Kind einem schnell zeigt, wie der Spruch funktioniert: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?"
Manche wollen eben nuckeln, und wenn sie wollen, werden sie was finden. Wenn die Nerven blank liegen, ist ein Nuckel wie ein langes Wellnesswochenende :)
Und 2 ½ - Instinkte bewahren. Ich habe einige Bücher als Neumutter gelesen. Im Nachhinein war eins so hilfreich wie das andere - nämlich gar nicht. Weisheiten gibts viele und es wird immer welche geben, die sie aufschreiben. Aber Erziehung oder Eltern sein ist was ziemlich Individuelles, weil - wie du so schön schreibst: Jeder Jeck ist anders.
Erziehung ist Instinktsache und Leitfäden oder Ratgeber können einen da ganz schnell verunsichern, denn nobody is perfect - das kriegt man als Mama/Papa so lange von der Brut unter die Nase gerieben, bis die Augen tränen.

Mein BigBoy hat sich in aller Seelenruhe bis in den Kindergarten genuckelt und das Ding an seinem 5. Geburtstag feierlich der Lahn per Seebestattung übergeben. War nie ein Schreikind, von der Sorte hätte ich Dutzende kriegen-haben können.
Meine Girlie dagegen war ein Schreikind (ist es oft heute noch ;)), und die wollte auch Nuckeln, aber kein Schnuller dieser Welt hätte sie vom Schreien abhalten können. Irgendwann hat sie dann Decken- und Kissenzipfel genuckelt.
Paradox: Der große Schnullermann hat nie eine Zahnspange gebraucht, die kleine Schnullerhasserin braucht sie :)

Ich habe meine übrigens in der ersten Zeit in einer Bauchtrage gehabt und mit mir rumgeschleppt, oft so Spaziergänge mit ihnen gemacht ... Das fanden sie beide ziemlich dufte. Irgendwann wird es zu schwer, klar, aber dann ist meist auch das Schlimmste überstanden.

Mein Ratschlag? Mut zum Nervenzusammenbruch :)
Kinder sind was Geniales, aber sie sind auch Energiepiraten. Man wird vieles im Laufe der Zeit neu denken müssen, um beiden Seiten gerecht zu werden. Es ist keine Schade, sie auch mal an die Wand werfen zu wollen (so lange man es nicht tut, ha ha).

Übrigens hier ein Link zum Schnuller vs. Kindstod: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/259968.html
404 - 3. Jun, 18:08

Ach, ja, nee

Ich denke, jeder hat so seine Prinzipien und Ideale.

Was den Schnuller angeht, lehne ich das Verfahren:
Nörgeln => Plopp => Schnulli
zu 100% ab. Und bleibe auch dabei.

Was die Wissenschaft betrifft, reicht es vielleicht zu diesen Themen 20 bis 50 Jahre zurückzuschauen, um dann dennoch mit dem Kopf zu schütteln.

Ich meine auch, dass Erziehungsratgeber ihre Berechtigung haben und vielerlei Anregungen bereithalten. Man sollte manche kennen, aber geduldiges Papier nicht mit der Realität verwechseln. In dieser Gefahr befinden wir uns weiß Gott nicht.

Wie müssen uns hier erstmal kennenlernen, dann sehen wir weiter.
Mir sind ein paar Dinge sehr wichtig: Togetherness & Humor, Körperkontakt und Gelasssenheit.

Nur eben die Schnullerietis kommt nicht in Frage und auch nicht, dass so ein Wesen den Mittelpunkt der Welt einnimmt, Prinz oder Prinzessin wird und allen auf den Nerv geht.

Ich orientiere mich hier eher an anderen Kultur, wo Kinder wie selbstverständlich überall dazugehören. Ob mit ... oder ohne Schnulli!
SabineD - 3. Jun, 19:02

"Ich denke, jeder hat so seine Prinzipien und Ideale"
Ja, die hatten wir auch mal. Und einige davon sind bis heute erhalten geblieben, aber nicht alle, nicht mal viele. ;)

Wir sind selbst ziemlich ehrgeizig und engagiert Eltern geworden - nur mit den besten Absichten und pädagogisch wertvollsten Vorsätzen.
Der Verlauf der Zeit hat uns einiges neu überdenken und zusammen mit dem Wachsen der Kids auch anpassen lassen. Was mal wichtig war, wurde nebensächlicher, andere Dinge bekamen mehr Gewicht als geglaubt und mussten wohlproportioniert werden, wieder andere kamen in die Schublade "Ach hätten wir doch (nicht) ..." - und manchmal läuft der Lebensplan in eine Richtung, die überhaupt nicht einkalkuliert ist und ganz neue Verhaltensweisen und Denkansätze gebiert.

Jetzt mal völlig unabhängig vom Schnullern, dem ich selbst keine große Gewichtigkeit zumesse.
Eltern sein ist auf jeden Fall eins: Ein Abenteuer, das nicht mehr endet :)

Genieß es einfach, besonders jetzt, ob mit oder ohne Schnuller. Denn ich glaube, über eins sind sich die meisten Eltern einig: Die ersten Jahre sind die schönsten (und im Nachhinein wahrscheinlich auch die einfachsten).
404 - 4. Jun, 11:44

Versteh ich

Denke ich auch: Die ersten Jahre sind die schönsten, einfachsten und kuscheligsten!

Türlich ist es ein Abendteuer.

Ich glaube auch, dass ich verstehe, was du meinst.

Aber was heißt: Pädagogischer Anspruch? Ich finde das spannend, worum geht es im Grunde?

Ich denke, es geht um die Vermittlung bestimmter Werte, die darauf Fußen sollten, wie man das Leben grundsätzlich versteht. Und da gibt es viele Unterschiede ...

Der Nachwuchs ahmt nach und lernt hauptsächlich durchs Vorbild. Man muss ihm weniger "Beibringen" als man glaubt. Aber das ist ein anderes Thema.

Wenn ich täglich LEBE, dass Humor und Kreativität, Selbstachtung und Lebensfreude, Mitgefühl und der unbedingte Glaube an das Gute, die tiefempfundene Wertschätzung dem Dasein, dem Leben gegenüber, wertvoll und mein Verständnis vom Ganzen ist ... wird sich der eine oder andere seine Scheibe davon abschneiden!
sokrates2005 - 4. Jun, 10:59

Als ...

durchschnittlich toller Papa einer gerade postpubertären Tochter kann ich nur sagen: das Ding mit Kreativität, Zeit und Geduld ist es, dem ich mich voll inhaltlich anschließen kann - und das geht so vom Schreien übers Pupsen bis zum ersten Freund etc. pp. Manchmal hat man seine Zweifel oder könnte fast verzweifeln. Aber das muss so sein, wenn man es sich als Eltern nicht bequem macht auf der Masche, wie denn das Kind sein muss.
Du und die Mama, ihr macht das schon!
;-)
404 - 4. Jun, 15:18

Du wirst also bald Opa?

Wir wollen die besten Eltern der Welt werden.

Da Eltern viele "Fehler" machen - aber was sind eigentlich "Fehler" - die Kleinen nicht aus Zuckerwatte sind und niemand Perfekt ist, kann auch unter normalen Umständen nicht viel schiefgehen.

Ich finde, VERTRAUEN ist das Wesentliche. Vertrauen in das Kind, Vertrauen in das Leben und Vertrauen in das Menschsein! Und Mensch sein aber so richtig!
sokrates2005 - 5. Jun, 15:51

Auweia - Opa ...

erinner mich nicht an sowas und - recht hast du!
;-)

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