Das mobbende Weib
In grüner Vorzeit saßen für mehrere hundertausend Jahre die Weibchen vor der Höhle, wuschen Nüsse und klatschen den ganzen Tag. Natürlich, wenn man Unmengen an unwichtigem Zeugs von sich gibt, kommt es zu Zank und Streit, Neid, Eifersucht und Missgunst, und Problemen, die gar keine sind.Während die Männer mit strammen Riemen auf Mammut-Hatz gingen und sich dabei stolz ihre neuesten Klingeltöne und Mobilfunken zeigten, stritt sich das gemeine Weib darum, wer vom Jägerking bei seiner Rückkehr als erste durchgenudelt werden würde.
Hierbei ist jedes Mittel recht. Eine äußerst perfide Technik ist es, bei seiner Nebentrulla den Jagdherrn madig zu machen, was für ein blöder, stinkender, dummer kleiner Junge er doch eigentlich sei. Und das nur deshalb, um als einzige auf seiner Flöte spielen zu dürfen.
Diese Vorgänge - die sich neudeutsch Mobbing nennen - sind also uralt und lange erlernt, genetisch bedingt irgendwie. Und so ist es auch zu erklären, warum viele Miststücke, die ihre Gene auf diese Art leben, gar nicht mitkriegen, dass die mobben. Das ist sehr subtil.
Mobben fängt da an, wo man sich anderer Leute Kopf zerbricht ... und diese in ein unvorteilhaftes, dunkles Licht rückt. Und es hört da noch lange nicht auf, wo man seinen eigenen Dösbaddel in Dinge steckt, die einen verflixt noch eins nichts angehen. Doch es wird an jener Stelle sichtbar, an der man sich über andere erhebt ... und besser weiß, moralischer ist und den krummen Zeigefinger in die eigene muffige Atmenluft hält.
Was wäre das für eine Welt, wenn jeder vor seiner eigenen Tür kehrte, seine Hausaufgaben auch mal erledigte, sich an seine eigene Nase fasste und den Nächsten, den Nächsten sein ließe. Nicht auszudenken!
Darüber sollte ich vielleicht mal schreiben - über die vielen kleinen, feinen und meist unbewußten Manipulationsversuche!
Übrigens: Nächste Folge: "Die schweigende Nuss - Männer am Abgrund ihres Innenlebens". Na ja, stattdessen schreibe ich besser an meiner neuen Seite, die aber lange noch nicht fertig ist. Offizieller Start: Nächstes Jahr!










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