Solidarität mit Tibet
"Tibetische Reiter stürmen chinesische Stadt" titelt SPIEGEL ONLINE heute. Es gibt kein deutlicheres Bild, das die Machtverhältnisse auf dem Dach der Welt beschreibt. Modernste Militärtechnik und gehirngewaschene Soldaten gegen wilde Reiterhorden aus den rauhen Hochebenen Tibets.
Dieser Kampf ist aussichtslos. Lediglich die Weltöffentlichkeit erfährt vor den Olympischen Spielen in diesem Sommer in Peking einmal mehr von dem bitteren Schicksal der Tibeter. Deren Verzweiflung könnte tatsächlich in einem blutigen Krieg münden. Die Freiheit fordert offenbar weitere Opfer. Diese verflixten, verfluchten Diktaturen ... Wie lange noch lässt die Menschheit sich das bieten?

Die Merkel hat nichts Besseres zu tun, als sofort nach Bekanntwerden der Unruhen in Tibet, einen deutschen Boykott der Olympischen Spiele in China auszuschließen. Wahrscheinlich ist ein solcher Boykott nicht sehr sinnvoll. Aber sich gleich hinzustellen und ihn kategorisch auszuschließen, ist gelinde gesagt der dramatischen Lage in Zentralasien nicht angemessen.
Genauso wenig, wie die umgehende politische Anerkennung der Kosovarischen Unabhängigkeitserklärung - mit der man leichtfertig schwere Unruhen, Mord und Totschlag auf dem Balkan in Kauf nimmt.
Irgendwie passen diese Haltungen nicht zusammen und mir scheint das alles sehr kurzsichtig und undurchdacht.
Chinareisende und Geschäftsleute, die im "Reich der Mitte" einen melkbaren Goldesel sehen, sind sich offensichtlich nicht bewußt, mit welch rücksichtslosem, gefährlichem Regime sie sich gemein machen. Vergessen das Tian'anmen-Massaker 1989 in Peking. Vergessen die bösartigen Drohungen der chinesischen Kommunisten gegen Taiwan!
Erinnert sei noch einmal an den Aufstand in Burma, dessen fruchtbares Regime von China stabilisiert wird.
Ich könnte mich stundenlang über diese Dikaturen aufregen. Und nur darauf hoffen, dass die bürokratischen Mörder (Schreibtisch-Täter) des chinesischen Regimes sich irgendwann für ihre Verbrechen verantworten müssen ...












