Irrenanstalt
Wie diese Aufnahmen aus der Irrenanstalt Hamburger Dom zeigen, wurden die Gipswände der Krankenzimmer durch ein buntes Netz ersetzt. Der Fußboden der Parzellen ist elastisch, damit die Patienten ihre Bewegungsunruhe ausagieren können. Insgesamt ist alles in bunt gehalten, was die Wirkung des Trampolins positiv verstärkt.
Therapeutisch ist es erwünscht, dass die Probanden kreischen und schreien. Zu deren Beruhigung steht KINDER ERLEBNISWELT an der Wand, was direkt auf das innere Kind zielt. Osteuropäische Wärter wirken ebenfalls sehr förderlich auf die Irren. Die Besuchszeiten sind sehr flexibel gehalten, die Angehörigen sehen dem Treiben auf der anderen Seite des Netzes gelassen zu, um den Therapie-Erfolg nicht zu gefährden.
Allerdings kommt es hin und wieder zu Heulanfällen, die aber nur nach Abbruch der Akutbehandlung auftreten. Dagegen helfen Nachhausegehen und Luftballons. Die Patienten stehen Schlange.
Bei einigen Irren ist Trampolin kontraindiziert, obwohl wenigstens ein Therapieversuch gemacht werden sollte. Bleibt also die erwünschte Wirkung des Trampolins aus, stellt sich somit keine zufrieden-lethargische, schweigsame Kooperationsbereitschaft ein, sollte man "Merry-Go-Round" oder "Scooter" (beides bekannte Psychopharmaka) einsetzen. Die Wirkung hält allerdings nicht solange an, wie die des Trampolins.
Dieses Video zeigt diese Therapieversuche:













Trackback URL:
http://checkbox.twoday.net/stories/4492495/modTrackback