Hausmannskost, rettet die
So hat denn der gute Lo die Initiative RETTET DEN GRÜNKOHL auf den Tisch gebracht. RETTET DEN GRÜNKOHL ist so ähnlich wie "Rettet den Regenwald" nur ganz anders. Grünkohl steht hier auch für Knödel, für Frikadellen, für falschen Hasen, Kartoffelbrei, Bratwurst und Klopse.

Wer bereitet denn heutzutage noch schmackhafte Hausmannskost mit Liebe zu? Oder überhaupt zu? Niemand. Niemand, außer meiner Mutter Gisela und Lo seine Frau scheinen die gute alte deutsche Küche noch zu beherrschen.
Soll denn alles im Döner enden? Ist Sushi das alles wert? Fressen wir lieber unseren Haustieren den rohen Fisch weg, anstatt ein saftiges Schnitzel mit selbst hergestellter Panade zu beklopfen? Hängt uns Pizza nicht schon aus den Ohren heraus? Tröstet eine Frühlingsrolle wirklich besser über den November, als eine sämige Erbsensuppe im Einlage?
Doch ist die "deutsche Küche" überhaupt noch politisch korrekt? Wittern wir Glatzen hinterm Kochtopf? Ist es schon so weit? Nein!
Wir müssen das aufhalten!
Beispielsweise mit meiner Lieblingspeise Königsberger Klopse:
Brötchen einweichen. Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden und in etwas Fett glasig anbraten. Hackfleisch in eine Schüssel füllen, die Brötchen ausgedrückt dazu geben. Zusammen mit Salz, Pfeffer zwei Eiern und den gebratenen Zwiebeln mit den Händen oder dem Knethaken vom elektrischen Mixer zu einem geschmeidigen Fleischteig vermengen. In einem großen Topf Fleischbrühe mit 1 Lorbeerblatt und ein paar Pfefferkörnern zum Kochen bringen. Mit nassen Händen aus dem Fleischteig Knödel formen und in die Brühe einlegen. Gut 20 Minuten bei geringer Hitze ziehen lassen. Für die Soße Butter oder Margarine schmelzen, Topf zur Seite schieben, das Mehl einrühren. Mit soviel Brühe auffüllen, dass eine dickliche Soße entsteht. Diese unter Rühren 5 Minuten durchkochen lassen. Mit Sahne, Zitronensaft und Muskat würzen. Die heißen Klopse aus der Brühe heben und in der Soße noch ein paar Minuten ziehen lassen. Vor dem Servieren noch 1 – 2 EL Kapern in der Soße erwärmen. Zusammen mit Kartoffeln oder frisch gekochtem Reis servieren.
Von: http://www.mamas-rezepte.de/
Übrigens: In Hamburg Altona - und das ist ziemlich groß - ist mir lediglich ein einziges Lokal bekannt, das zünftige Hausmannskost als Mittagstisch anbietet. Und meine Mutter lebt auch nicht in diesem Stadtteil.









