Wale im wahnsinnig warmen Wasser
Wir retteten zwei Riesenschildkröten das Leben und schnitten sie aus einem Fischernetz. Die Fischer sind sehr gleichgültig mit diesen Tieren und geben offenbar einen Scheiß auf ihre Netze und auf das Leben dieser hilflosen und bedrohten Geschöpfe.
In der Ferne sahen wir ca. fünf Schnabelwale, die dann aber wegtauchten. Sie können bis zu 40 Minuten tauchen und sind sehr scheu. Auch sie gehören zu den bedrohten Tierarten. Rund um die Kanaren gibt es viele verschiedene Schnabelwalarten und ich konnte vor zwei Jahren ein Pärchen aus der Nähe beobachten. Diese Tiere zu sehen ist äußerst bewegend, sie sind unglaublich schön und unglaublich langsam in ihren Bewegungen. Diese gleitende Ruhe hat etwas Überirdisches ...
Wir entdeckten noch einen seltenen und ebenfalls vom Aussterben bedrohten Finnwal, der sich recht nah an der Küste aufhielt. Das war ein echtes Abenteuer und unglaublich spannend als wir ihn verfolgten. Wir sahen jedoch nur seinen riesigen weißen Bauch unter den Wellen dahingleiten und bekamen nur eine Ahnung von seiner Größe. Riesige Placken glatten Wassers durch die Bewegung seiner Flunke wiesen uns den Weg. Aber er zeigte sich nicht. Er umkreiste das Boot, tauchte kurz auf um Luft zu holen und verschwand. Aber das reichte, es war einmalig.
Leider konnte ich diese Szene nicht filmen, weil es so schnell und so dramatisch war. Er zeigte uns lediglich einen kleinen Teil seines braunen Rückens und seine kleine Finne. Er hatte uns ausgetrickst und keine Lust auf aufgeregte, raunende Touristen.
Aber was ich hier auf dem Video habe ist ebenfalls wunderschön - que bonito!
Übrigens: Aus irgendeinem Grund wissen viele recht wenig über die Kanaren. Sie wissen weder, wo genau die Inseln liegen, noch vom ganzjährig angenehmen und eigentlich weltbesten Klima der sieben Eilande. Aber eben auch nicht von der grandiosen Natur dort und jenen Meeresbewohnern. Mir soll es recht sein.












