Birma erwacht
Man kann augenblicklich nur hoffen, dass die Militärs nicht anfangen zu schießen. Dieses weitesgehend abgeschiedene, verarmte Land zwischen Indien und Thailand hat etwas besseres verdient, als diese Diktatur.
Natürlich wäre es furchtbar, wenn daraus demnächst ein zweites Thailand enstünde. Lese ich doch gerade über das alte Birma in dem wundervollen Buch Fliegen ohne Flügel von dem in diesem Jahr verstorbenen ehemaligen Südostasien-Korrespondent des SPIEGEL Tiziano Terzani. Was er in seinem sehr politischen, tiefgreifend menschlichen und sehr persönlichen "Reisebericht" als SPIEGEL-Reporter durch halb Asien schildert, ist in vielerlei Hinsicht sehr lesenswert. Doch darüber möchte ich jetzt nicht schreiben. Ich will nur meine Solidarität mit den Menschen dort, den mutigen buddhistischen Mönchen bekunden.
Deren Aufstand viel zu lange auf sich warten ließ. Der letzte Massenprotest aus 1988 wurde blutig niedergeschlagen. Wir können nur das Beste für die Menschen dort hoffen.
Das kommunistische Regime Chinas stützt die Militärjunta und hat offenbar massiven Einfluß auf das weitere Geschehen. Man macht sich kein Bild, was für schmutzige Finger die chinesichen Halunken haben - erinnert sei hier nochmal an den Dalai Lama, der mit seinen aktuellen Besuch bei Merkel für chinesische Blähungen sorgt. Durch die wichtigen, kaum aufzulösenden Wirtschaftsbeziehungen zu China sitzen die westlichen Demokratien in der Falle. Hier muss endlich ein Anfang gemacht werden! Und Merkel, das muss man neidlos anerkennen, macht das wirklich gut.
Schluß mit allen Diktaturen, wo auch immer sie ihre menschenverachtenden Fratzen zeigen!
Übrigens: Tiziano Terzani ist auch der Autor von DAS ENDE IST MEIN ANFANG, dem ganz besonders und eigentlich jedem zu empfehlenden Abschieds-Buch hier ganz unten links auf der Seite.













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