Dokutainment
La Palma ist meine Lieblingsinsel und deshalb muss ich etwas dazu sagen. Denn ich weiß über diese Insel ziemlich gut bescheid, schau da öfter mal rauf. La Palma ist die Insel der liebenswerten Durchgeknallten - so viel ist mal sicher. Das mag an den "Schwingungen" der Insel liegen, oder an der vielen Zeit und dem Mangel an Ablenkungen dort. Ich hätte dazu einige Geschichten auf Lager, aber dazu vielleicht ein andere Mal.
Was ich auch weiß, ist, dass da KEIN Vulkan schlummert, der plötzlich ausbrechen kann. Die Insel steckt voller Vulkane. Und das seit ziemlich langer Zeit. Der Begriff CALDERA für riesige, überwucherte Krater längst erloschener Vulkane, stammt von dieser kleinen Kanaren-Insel. Die Caldera de Taburiente ist das Zentrum dieser Insel und prägt ihr Aussehen.
Von der Calerdera zieht sich nun ein uralter Bergrücken nach Süden, gespickt mit hunderten von kleineren Vulkanen, bzw. inaktiven Schloten. Aus einigen strömt Gas. Man untersucht die geringen Mengen auströmenden Gases und streitet sich kanarenweit darüber, ob hier was aktiv ist, oder nicht. Die haben halt nichts anderes zu tun. Umlauert werden diese Wissenschaftler von Roman-Autoren aller Art. Es ist nicht bekannt, wieviel verkappte, gescheiterte, wohlwollende Romanciers diese Inseln beherbergen. Es dürften aber nicht wenige sein.
Der letzte Ausbruch eines Vulkans auf La Palma fand 1971 statt, ganz im Süden der Insel. Dies war der Startschuß für die Nordeuropäer, die Insel touristisch zu erschließen.
Seit dem TSUNAMI in Fernost haben sie nun wieder La Palma am Schlawittchen. Doch es war nie ein Geheimnis, was in den Schloten der alten Vulkane auf dem Rücken der Insel geschieht. Die laufen nämlich mit Wasser voll. Im Sommer erwärmt es sich und dann hat man manchmal Angst um diese Schlote. Es könnte nämlich sein, dass einer von ihnen platzt. Dann soll ein Stück Insel abbrechen und in den Atlantik stürzen. Daraus könnte sich ein TSUNAMI entwickeln, der die USA erreichen kann.
Dass die Insel sich natürlich überlegt (und ICH glaube, dass sie ein Wesen ist): "Hey, kuck mal, ach Tsunami, 11. September, ich glaube ich sollte mal mit einem Stück ins Wasser fallen. Die TV-Sender müssen 24 Stunden Sendezeit voll bekommen, die Blätter ihre Zeitungen und die Menschen wollen Angst und Panik, Drama und Kathastrophe. Es scheint dann allen besser zu gehen. Obwohl, ... warum sollte es jetzt gerade sein? Ich habe Zeit. Seit Millionen von Jahren habe ich Zeit ..."
Die Schutzgöttin La Palmas ist übrigens die überaus sympathische Jungfrau vom Schnee. Die Virgin de las Nieves ist somit auch meine ganz persönliche Schutzheilige. Und ich versichere mit ihrer Hilfe, dass La Palma der Welt nichts antun wird. Und dass ich diese Fernseh-Redakteure verachte.
Natürlich: Osama Bin Laden wird mit seinem windumtosten Bart ein U-Boot schicken, dass sich auf der Insel selber in die Luft sprengt. Vielleicht hat er noch eine Rakete, die er auf sie abschießen kann. Nur damit am Ende eine riesige Welle entsteht, die den Georg Dobbelju Busch ersäuft. So ähnlich, wie es damals fast mit der Osama-Terror-Brezel gelungen wäre.
Mehr zum Thema: Berichte über eine in Verbindung mit La Palma aufgestellte Tsunami-Theorie, die in den letzten Jahren zur Saure-Gurken-Zeit aus den Redaktionsschubladen hervorgeholt wurde, sind nach der Katastrophe in Südostasien benutzt worden, um Zuschauer- und Leserzahlen zu steigern ...
02.03.2007, 22:40 Uhr
Galileo Mystery
Magazin, D 2007
La Palma - der nächste 11. September?
Es wäre die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte: Ein Mega-Tsunami rast über den Atlantik und zerstört die gesamte amerikanische Ostküste. Die Ursache dieses möglichen Schreckensszenarios: Die Urlaubsinsel La Palma auf der anderen Seite des Atlantiks. Auf der Insel schlummert ein Vulkan. Bei einem Ausbruch könnte die Insel zerbersten und eine Flutwelle von unvorstellbarer Größe auslösen. Doch können auch Terroristen auf La Palma einen Mega-Tsunami auslösen?










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