Altersvorsorge 3.0
Alle reden davon, Riester-Rente hin, private Altersvorsorge her, irgendwie sind viele Mitbürger später von Altersarmut bedroht. Die zuständigen Profis, die Politiker, haben das Thema lange ignoriert, denn sie wissen, dass sie nicht in Regress genommen werden können. Also, wie im richtigen Leben, nehmen wir die Sache selber in die Hand. Denn wer später mit einer (staatlichen) Rente von 150-800 Euro auskommen muss, hat die Arschkarte gezogen und steht so ziemlich auf verlorenem Posten. Die korrekte medizinische Versorgung hat man sich eh schon lange abgeschminkt, zahnlos und im letzten Hemd muss sich der Rentner selber helfen. Aber wie macht er das am Besten? Fallstricke oder gar Betrug umlauern den Absicherungswilligen quasi an jeder zweiten Straßenecke.
Wer es mit der Riester-Rente versucht hat, sich ein paar Renten-Mücken mehr aufbuchen zu lassen, darf nun aber nicht auf die Idee kommen, diese im wärmeren Ausland - wo es sich auch günstiger Leben ließe - durchzubringen. Denn er hat die Rechung ohne den Wirt gemacht, nämlich ohne das hiesige Finanzamt. Ihm drohen von dort 15% Abzug! Banausen, die sich diesen Scheiß ausgedacht haben.
Das kann es also auch nicht sein. Gut, eine Alternative wäre es noch, seinen Lebensabend in Thailand oder auf Java zu verbringen, da halt, wo warm ist, wo das Leben, die Lebenshaltungs- und Nebenkosten noch buddhistisch und die Menschen eher freundlicher scheinen. Aber tropisches Klima und so richtig gar keine medizinische Versorgung sind nicht jedermanns Sache. Und ohne Geld müsste man sich illegal dort aufhalten, man wäre erpressbar. Vom Regen in die Traufe zu kommen, kann es nun aber auch nicht sein. Es muss also einen anderen, einen besseren Weg geben, sein Leben im Alter so optimal es geht zu gestalten.
Gibt es auch. Drei Senioren aus dem Sauerland (!), die mit Bankraub ihre Rente aufbessern halfen, sind die Vorbilder einer eigentlich gar nicht so schlechten Idee. Gut, jetzt sitzen sie im Knast, die 63, 72 und 74 Jahre alte Männer und die erbeuteten 400.000 Euro können sie erstmal getrost in der Pfeife rauchen. Man muss halt wissen, wann Schluß ist. Oder war die Festnahme von den Hotzenplotzen selber gar gewollt?
Wenn man also als Rentner zukünftig mit dem krummen Rückgrad zur Wand und das Wasser einem bis über beide Ohren steht, muss man neue Wege beschreiten, sich und sein Denken ändern. Warum nicht mit 67 Bankräuber werden! Es gibt nur zwei Wege: Entweder man erwischt eine Bank mit richtig Knete im Schrank, so dass man sich damit für die verbleibenden rund 15 Jahre ins behagliche Ausland absetzen kann.
... oder man wandert in den Knast und entgeht so den bekifften Zivis, den Zyankali-Pflegern, den Maschinen-Ärzten und den Burn-Out-Schwestern, dem Wundliegen, dem Vergessen, dem Schwimmen in den eigenen Ausscheidungen und ergattert eine Vollzeitverpflegung auf akzeptablem Niveau in der nächstgelegenen Justiztvollzugsanstalt, mit eigener Krankenabteilung - und zwar K-o-s-t-e-n-l-o-s!
Regelmäßige warme Mahlzeiten, der fester Schlafplatz, der Minijob in der Bibliothek, sowie ausreichend Gespächspartner in der Gemeinschaft, von den Mithäftlingen, bis hin zum Lieblingsaufseher und zur Gefängnis-Psychologin, machen einem das Alter wieder schmackhaft. Gell.
Die Chancen stehen, denk ich, 50/50. Wer wäre mit von der Partie?










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