Klinsi-Schock - was nun?
Das wird viel schwieriger ohne Jürgen Klinsmann. Ich glaube ihm, dass er nach zwei Jahren ausgebrannt ist. Seine Entscheidung ist mutig und schon lange vorher gefallen. Mutig, weil er wusste, wieviele Herzen an ihm und seiner Arbeit hingen.
Ich finde es sehr schade und fürchte, der gute Jogi Löw wird nun verheizt. Jogi ist der Facharbeiter, der Taktiker, aber ohne Aura, ohne Charisma. Der ist schon in Ordnung und ich wünsche ihm alles Gute.
Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Ein solcher Erfolg, wie bei dieser WM, ist kaum zu wiederholen. Wenn man den Höhepunkt erreicht hat ... Doch etwas wirklich aufzubauen, braucht länger als 2 Jahre, braucht Durchhaltevermögen und Verantwortungsbewußtsein.

Dass Klinsmann dies alles einfach hinschmeißt, ist zwar unbedingt zu respektieren, aber auch eine Kränkung für uns alle ... nach all dem. Aber vor allem ist es eine Ohrfeige für die jungen Spieler, die er geholt und aufgebaut hat und die ihm blind vertrauten. Offenbar wollte er sich dieser großen Verantwortung für den deutschen Fußball nicht weiter stellen. Seine Gründe dafür sind aus meiner Sicht fadenscheinig.
Ja, lasst ihn ein halbes Jahr Pause machen, Urlaub. Das würde jeder verstehen. Auch das wäre ein Novum gewesen. Und im neuen Jahr hätte er seine vorzügliche Arbeit wieder aufgenommen. Aber, nein. Niemand wollte und konnte es sich vorstellen, dass Klinsmann aufgibt!
Wir werden also mit Spannung beobachten, wie das weitergeht. Wir haben etwas einmaliges erlebt und dürfen uns weiter darüber dankbar freuen. Diesen schmerzhaften Dämpfer müssen wir nun wegstecken.
Sehr lesenswert auch dazu die Kolumne der Netzzeitung 3. Halbzeit!













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