8
Apr
2008
re-publica 08: Geld verdienen mit Blogs - reloaded
Unten liste ich ein paar Blogbeiträge zu diesem Panel auf. Zum Mitreden der Link (ich kann in diesem Scheiß-Editor hier den String "stg[content_id]=" in der URL nicht benutzen und damit nicht verlinken) zum Live-Video-Mitschnitt "Geld verdienen mit Blogs - reloaded" - zum Kopieren:
Also: Ich möchte an dieser Stelle nicht so sehr auf das Forum eingehen, sondern eher darauf, was ich mir herausgezogen habe. Es scheint ja für viele eine Thema zu sein, das Geldverdienen mit Blogs. Allein das wie, ist das Problem. An diesem Tag sind wir einer Antwort sehr viel näher gekommen.
Das lag an der Auskunftsfreude von Deutschlands Top-Blogger Don Dahlmann, Robert Basic (basicthinking), Sascha Lobo ("Wie nennen es Arbeit") von adical, dem Blogwerbe-Netzwerk (Ad-Banner) und Remo Uherek von Trigami, dem Blog-Vermarkter schlechthin.
Die wichtigste Erkenntnis, die nicht wirklich neu ist und die wir alle schon ahnten: Google-Adsense, sowie Banner-Werbung und ähnliches auf dem Blog lohnen sich nicht. Die Einnahmen daraus sind verschwindend gering. Können wir also ganz schnell vergessen.
Wenn man sich die eigenen Blog-Statistiken mal genauer anschaut, wird das deutlicher: Beispielsweise die sogenannte "Absprungrate", die durchschnittliche Besuchszeit und die exakte Betrachtung, was genau der Blog-Besucher sich angesehen hat.
Man erfährt recht schnell eine gnadenlose Ernüchterung. Und dies gilt auch für gutbesuchte Blogs mit zahlreichen Kommentaren. Ungefähr ein Fünftel der Besucherzahlen kann man sowieso abziehen (was dann übrig bleibt, sind die "absolut eindeutigen Besucher"). Die Wenigsten lesen den Krams auf dem Blog, Verweildauer bei mir: 00:01:52 h. Die Absprungrate von 81,16 % (die noch recht hoch ist, aber sinken wird), sagt eindeutig, dass der Besucher nur mal kurz schaut und dann wieder weg ist. Sie verweilen oft auf älteren Artikeln, mit denen man einen Nerv getroffen hat. Darauf könnte man aufbauen, wenn man es denn wollte ...
Was aber nun? In die Reichweiten-Sphären eines Robert Basics vorzudringen ist ebenso hoffungslos, wie durch das eigene Blogging Aufträge zu generieren, wie es Don Dahlmann geschieht.
Die Adical-Anzeigen werfen ebenfalls nicht genug ab, obwohl hier und dort schon mal € 400,- für das Jahr ausgezahlt wurden. Nun, auch ein Auftrags-Blogpost von Trigami deckt mit durchschnittlich maximal € 150,- nicht mal den Bruchteil der Wohnungsmiete.
Es sieht also mau aus mit dem Bloggen zum Geldverdienen. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute aber ist, dass man all das vielleicht mixen kann. Oder dass man ein glasklares Thema haben könnte, bei dem sich auch Bannerwerbung mit dem CPC- oder dem CPO-Abrechnungsverfahren lohnen könnten.
Der gute Robert sprach recht eindringlich in die Menge, dass man auf jeden Fall locker € 50,- im Monat zusätzlich mit einem Blog einnehmen kann. Auch bei nur 50 Besuchern. Es käme ganz auf den Inhalt an, wie speziell und relevant er wäre.
Und darauf, ob man einen Sponsoren findet, der das Geld gibt. Man soll aber nicht darauf warten, dass ein Sponsor einen anruft, sondern solle selber aktiv werden, sich ans Telefon setzen und das Geld auftreiben.
Man sollte sich also unbedingt das oben erwähnte Video ansehen oder anhören. Robert Basic hat sehr recht und er hat Mut gemacht. Und das fand ich toll. Es ist also mehr drin, als man vermutet. Wenn man den Arsch hoch kriegt.
- Robert Basic
- Mitgetippt von Oliver Gassner
- auf Medienlese.de
- Peter Hogenkamp auf Blogwerk
- Jens vom Pottblog
- auf Massenpublikum.de
- Readers Edition
- Vip-Raum der NZ
- SEOnauten
- Wissenswerkstatt
- Drumba
- Heise
- Don Dahlmann
Übrigens: Mehr zur Re-Publica im Wiki dort!
China-Proteste: Das Tian'anmen-Massaker
Also lässt sich sagen: Wenn nur tüchtig lange Gras über eine grausame Sache gewachsen ist, ist sie vergeben und vergessen, und man darf so tun, als wäre nie etwas geschehen. Das doch recht kurze Gedächnis des Olympischen Komitees zur Vergabe der Spiele an die Volksrepublik China, spricht entweder für Alzheimer bei den spießigen Sportfunktionären oder aber für einen geschickten Schachzug, das mörderische Regime in Peking der Weltöffentlichkeit auszusetzen, um etwas Bewegung in die hohlen Birnen der Apparatschiks zu bekommen.
Laut Wikipedia kam es im Juni 1989 nicht zu einem Massaker auf dem Tian'anmen-Platz, obwohl es dort schätzungsweise 100 Tote gegeben haben soll. Die meisten Toten - ca. 3000 Menschen - hat es im Rest von Peking gegeben. Im Zuge der Niederschlagung der Proteste hat es mindestens 49 Hinrichtungen gegeben. Das allein sollte klar machen, mit wem wir es bei der Chinesischen Regierung zu tun haben.
Wir sehen verzweifelte Tibeter in den Medien, die um ihre Identität kämpfen, gegen die Auflösung, gegen das Vergessen, gegen Unterdrückung, Repressalien, gegen den kulturellen Völkermord. Deshalb verdienen sie unbedingt unsere Solidarität.
Es geht um das Erinnern und die Bewußtmachung der brutalen Tatsachen, vor denen China die Welt stellt. Die Kommunistischen Machthaber, die einst die Menschen vom Joch der Mächtigen, von Hunger und Krieg befreien wollten, sind lange schon zu Monstern geworden. Zu menschenverachtenden Bürokraten, die lügen und täuschen, morden und wegsperren.
Natürlich geht es nicht um "die Chinesen". Es geht allein um ihre Regierung, ein extrem agressives, korruptes Regime!
http://www.olympicwatch.org/
http://www.tiananmenvigil.org/
re-publica 08 Video Kalkscheune Lounge
Übrigens: Die Panels und Workshops sind teilweise mitgeschnitten und bei Hobnox zu sehen. Audio gibt es auch: http://livecast.re-publica.de/









