Mein Jahr 2006. Räsümäh.
In einem recht meditativen Zustand durchwalkte ich die frostigen Anfänge dieses nun schon alten Jahres. Hinunter gings zum Hafen, das Eis bestaunen und träumen von der Liebe. Und erzählen von den tiefen Weisheiten, die uns im Schlafe begegnen.
Dann gings recht turbulent weiter in diesem Mozart-Jahr und ich erlebte die ersten Höhepunkte schon in seinem ersten Viertel. Und ich begann langsam Fahrt aufzunehmen. Die kommenden großen Ereignisse dieses doch einmaligen Jahres, warfen ihre Schatten voraus.
So geriet ich in einen regelrechten Ideen-Rausch und organisierte, angeregt durch LYLOs Lyrik ein kleines, feines, abgefahrenes und wundervolles Event: Die Erotic Lyrik Lounge.
Aber dann wars auch schon vorbei mit den lyrischen Schwelgereien, denn ich musste mich ja auf unsere grandiose WM vorbereiten. Diese Vorfreude, die ich mindestens vier Wochen zelebrierte, war es alleine schon wert.
Soll ich eigentlich noch was sagen zu diesem WM-Sommer, diesem Weltfest des Vergnügens, dieser gigantischen internationalen täglichen Party? Mir scheint, ich habe dazu alles gesagt.
Was folgte war ein Liebesreigen in des hohen Sommers Wärme und Kultur. Und darauf hin das Durchschreiten eines Tales. Wie auch anders nach dieser wochenlangen, sprühenden Euphorie.
Dann kam der Krieg im Nahen Osten. Das hat mich damals, so kurz nach der WM, ECHT sehr mitgenommen. Israel griff die terroristische, menschenverachtende, islamistische Hisbollah im Süd-Libanon an.
Ich hatte das Bedürfnis, hier dazu Stellung zu beziehen, mich dazu zu äußern. Insbesondere deshalb, weil viele meiner Landsleute reflexhaft und einseitig Israel für diesen offenbar notwendigen Militärschlag verurteilten. Es ging sogar so weit, dass ich einen Blogger sperren und seine Kommentare löschen musste. Er wurde persönlich und meinte, ich sei ein faschistoid - abgesehen davon, glaubte er, ich sei eine Frau. Typen gibts ...
Jedenfalls möchte ich an dieser Stelle daran erinnern, dass die Hisbollah immer noch die verletzten, entführten israelischen Soldaten als Geiseln gefangen hält. Ehud Goldwasser und Eldad Regev dürfen keine Lebenszeichen an ihre Familien übermitteln. Das ist zutiefst unmenschlich.
Man hätte glauben können, die Welt würde wahnsinnig werden. Zumindest mindestenshaltbar wurde es und lud mich zum Beitragen ein. Wiewohl ich stolzes Mitglied im PENN-Club wurde.
Dann ging fast nur noch um neue Jobs und Zukunft. Doch eine wunderschöne, behagliche Zukunft fiel mir quasi direkt aus dem Regen in den, äh, Schoß.
Jetzt also kann es kommen das neue Jahr. Es wird einige dramatische Neuerungen mitbringseln. Aber dazu dann, wenn es so weit ist.
Und bei allem Schabernack hat sich mal wieder gezeigt, wie sehr ich den Hamburger Hafen liebe, der mir so viele zauberhafte Stunden schenkte.
Sommerregen - Schiffen im Hamburger Hafen:
Link: sevenload.de
Ach, es war noch so viel mehr. Bleibt nur noch mit Satre zu sagen:
Die Hölle, das sind die anderen!
In diesem Sinne, einen GUTEN RUTSCH euch allen.
Kommt GUT rein!












