Wer kennt es nicht, das Philosophische Quartett im ZDF mit Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski, und zwei Gästen? In der aktuellen und letzten Sendung vor der Sommerpause, wird, wie könnte es anders sein, über Fußball philosophiert: Fußball als Daseinsform?
Mich beruhigt es immer, wenn so kluge Köpfe darüber reden, hat Fußball doch immer noch diesen Proll-Leumund.
In der Diskussion werden alle möglichen Aspekte des Spiels angerissen, wenn auch nicht erschöpft. Der Ursprung von derartigen Spielen bei den Griechen (die haben ja wieder verloren), wird behandelt, ebenso wie Rom mit seinem "Brot und Spiele" (Italien ist trotz des Bestechungs-Skandals absoluter Top-Favorit, wie auch Christoph Daum meint).
Übrigens, das in den Klammern kam nicht in der Sendung, sondern das ergänze ich automatisch.
Fußball bietet eine wunderbare Projektionsfläche für alles Mögliche und alle (Un-)Möglichen. Es geht um Sieger und Verlierer, mit denen man sich identifizieren kann, die quasi stellvertretend um Ruhm und Ehre ringen.
Der Kommerz und die politische Bedeutung von Fußball werden ebenfalls angesprochen, wobei ich persönlich die politisch-gesellschaftliche Bedeutung dieses Sports am Interessantesten finde.
Das Drama des Fußballs, die zivilisierte Form von Kampf und Siegeswillen (Wettstreit), sowie seine hohe Fernseh- und Medienkompatibilität machen die Faszination und den hohen Unterhaltungswert dieses einfachen Spiels aus.
Diese Sendung des Philosophischen Quartetts wird auf
Phoenix am 04.06.06, 17.00 (wg. WM) wiederholt und ist wirklich sehenswert!
Ich werde meinerseits in den nächsten Tage MEINE Philosophie des Fußballs hier darlegen. Denn ich meine, jeder braucht und hat auch eine Philosophie - für was auch immer!