Grippe im Schwein und in der Wirklichkeit
Ich muss hier dauernd an Filmtitel denken und weiß nicht woher es kommt, dass ich immer an "Hunde, wollt ihr ewig leben" (Schweinegrippe in Stalingrad) oder "Beim Sterben ist jeder der Erste" (Die Schweinegrippe als düstere Parabel über den Hochmut der städtischen Zivilisation).
Wir erhoffen uns Schutz und Rettung von einem Gesundheitssystem, das sich niemand leisten kann, das Ärtze und Arzneimittel-Aktionäre mästet wie ne Schweinerippe. Auch die Korruption im System hat sich wie ein Virus gewandelt und ist selbst unter dem Mirkoskop der PR-Agenturen, ehm, ich meinte natürlich: unter dem Mikroskop der freien Presse ... nicht mehr erkennbar. Angepasst wie ein Teamleiter mit Zeitvertrag kommt der Medizinbetrieb daher und spricht mit kreidiger, doch tausendfacher Stimme. Wem glauben? Und was?
Immer älter werden wir. Immer älter. Dazu parallel fürchten wir unser Ableben wie der Regisseuer die Zensur. Man lebt eben zweimal. Einmal für den Betrieb, also für die Arbeit (irgendwelche halt, verdammt!) und das zweite Mal für die Medizin. Nur nicht ins Gras beißen, heißt die Divise. Denn wer sirbt, verliert, loosed ab, sterben tun die andern. Und wenn schon, dann möglichst gesund. Und wenn nicht gesund, dann vollgestopft mit dem Segen der Zivilisation, der nur ja nicht in den Fluß geraten darf ...Mal ehrlich, das brauchen wir weder lange erklären, noch weiter um den heißen Brei herumreden: Der Erde wird es ohne uns viel besser gehen. Viel besser. Allen Tieren, allen Tieren, der ganzen Natur wird es ohne uns Menschen besser gehen. Je weniger wir sind, desto besser für alle anderen LEBEWESEN. Tu was Gutes, beiß ins Gras! Ich muss an "Der Mann der niemals lebte" denken!
Aus diesem Grunde macht es überhaupt nichts aus, wenn ein Virus, ob Schwein oder nicht, 800 Millionen Menschen dahinrafft und ein Vulkanausbruch dreimal so viel. Wozu also die Panik? Sicher, niemand will dran glauben und weigert sich nach Leibeskräften sein von all den Erfolgen und Niederlagen, von den Schmerzen und Hoffnungen aufgeplustertes ICH dem ewigen Nichts anzudienen. Außerdem ist es sehr schmerzlich Angehörige zu verlieren. Das also zu verhindern darf denn ruhig Milliarden kosten! "Sterben für Anfänger".
Ich weiß nicht genau wie es kommt, aber je älter ich werde, desto langweiliger finde ich diese ganze Panik vor Naturkatastrophen, Wirtschaftskollapsen und Epedemien. Bin ich vielleicht schon gegen die Presse immun?
Schau dich doch mal um im Zeitschriftenshop am Bahnhof. Die allermeisten Publikationen sind absolut irrelevant, überflüssig oder auch nur dämlich. Doch man hat das Gefühl, es werden immer mehr Zeitschriften und Zeitungen, auch wenn die Verlage alle Nas lang Titel einstampfen. Es scheint fast so, als wolle Ignoranz und Banalität beständig gefüttert werden ... damit man nicht eines Tages aufwacht und feststellt, man selber ist der tödliche Virus!
Vielleicht liegt es auch daran, dass wir nichts mehr vorhaben, keine wirklichen Abendteuer und Gefahren bestehen müssen, nichts herausforderndes erleben und deshalb ständig auf der Suche nach dem nächsten Kick sind ...
Weil wir offenbar nicht wissen, richtig zu leben, können wir auch nicht wirklich sterben. Und vielleicht ist es auch so, dass wir nicht richtig gesund SEIN können, weil wir nie richtig krank waren. Richtig?
Tja, in meinem Fall kann ich nur sagen: Der Mann der zuviel wusste!












