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Zuletzt aktualisiert: 27. Jan, 18:41
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Deichkind sind gr0ß. Und Deichkind kommt in Hamburg. In bin eine andere Generation, als die meisten Fans dieser wunderbaren Band. Und ich gehe nie zu einem Mega-Konzert, bei dem das Ticket einen Gegenwert von 4 CDs hat. Bei Deichkind aber mache ich eine Ausnahme. Warum, das zeigt das ihr neues Video zu dem Song Bück Dich Hoch. Präziser, wahrhaftiger und bitterer kann man die aktuelle Arbeitswelt vieler - gerade junger - Leute nicht beschreiben. Große Kunst. Nicht die Zustände in den Firmen - immerhin gute und nachhaltige Gründe, wenn man die Chance und den Schneid hat, einen auf selbstständig zu machen - sondern das Lied ist große Kunst. Das gesamte Deichkind-Projekt ist es. Und ich freue mich auf die abgefahrenste Show, die man in letzter Zeit in Deutschland gesehen hat.
Jeder ist heute irgendwo ein Autor. Und sei es nur für 15 Minuten. Wie auch die die dickbusigen Moderatorinnen auf Youtube ein gewissen, ehm, Talent haben und auf eine Karriere in ihrem Traumjob hoffen dürfen. Jeder kann schreiben. Vor allem Kriminalromane. Oder überhaupt Romane. Wenn jemand schreibt, dann einen Roman. Ich will aber hier keine Opern erzählen, sondern meine soeben gemachten Bücher-Schnäppchen vorstellen. Denn da es derart viele Autoren, Bücher und Veröffentlichungen gibt heutzutage, muss der Einzelhandel darauf achten, dass die Lager - vor allem von Mängelexemplarer - geleert werden. Dies ist die Zeit zuzuschlagen. Denn es werden auch echt Perlen von brillianten Autoren darunter sein.
In meinem Bücherregal finden sich kaum Romane und überhaupt keine Kriminalromane - Krimis. Die schaue ich lieber im Fernsehen. Bei Romanen habe ich einen hohen Anspruch, unter Lorrie Moore, Walter Moers oder Daniel Kehlmann mache ich es kaum. Weil ich so neugierig bin und mein Wissendurst einfach nicht gestillt werden kann. Ich möchte die Welt verstehen und uns, die Menschen. Deshalb lese ich überwiegend Sachbücher - und viele Fachbücher natürlich.
Ich kann irgendwie nicht anders. Ich kaufe jede Woche mindestens ein Buch. Und ich lese drei bis vier gleichzeitig. Das dauert zwar alles und es kostet auch relativ viel Geld. Doch man gönnt sich ja sonst nichts, gell.
An
Statistisches Amt
für Hamburg und Schleswig-Holstein Vorstand/ Abteilung 1
Postfach 7130
24171 Kiel
Mikrozensus 2011 – Widerspruch gegen Erledigung meines Widerspruchs und Beschwerde
Guten Tag,
mein Widerspruch gegen Ihre Mikrozensuserhebung 2011 vom 8.12.2011 bleibt weiter bestehen. Ich finde es eine besonders zynische Frechheit von Ihrer Mitarbeiterin Frau Angelika Giese, davon auszugehen, dass sich, nur weil ich dazu gezwungen war, den Erhebungsbogen fristgerecht abzugeben, mein Widerspruch damit erledigt hat.
Sie haben mir mit Zwangsgeld gedroht, Sie waren es, die mich rechtsbelehrten, ein Widerspruch hätte keine aufschiebende Wirkung.
Ich protestiere demnach aufs Schärfste gegen diese Behandlung, dagegen, dass Sie meinen Widerspruch derart zynisch behandeln! Ich protestiere aufs Schärfste gegen Ihre Zwangserhebung! Ich berufe mich auf meine Rechte als Bürger, das Bundesdatenschutzgesetz § 4a und auf die Präambel des Grundgesetztes. Ich entziehe Ihnen meine Erlaubnis - die ich im Übrigen nie erteilt habe - meine Daten zu erfassen und zu verarbeiten. Ich verbiete Ihnen, persönlich Einsicht in mein Privatleben zu nehmen und meine Ihnen zwangsweise überlassenen Daten in irgendeiner Form zu verwenden.
Da Zensus und Mikrozensus 2011 einzig einer sich selbst erhaltenen, überflüssigen und auch – und wie sich hier rausstellt – zynischen Verwaltung nutzt, die zu dem von unserem sauer verdienten Steuergeld lebt, bezichtige ich Sie persönlich des Missbrauchs personenbezogener Daten.
Ich möchte mich deshalb in aller Schärfe und Nachhaltigkeit über diese Behandlung beschweren. Ich möchte mich ebenfalls über die zwangsweise Erhebung unser persönlichen Daten, die an ganz die finstersten Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte erinnert, beschweren. Ich weiß nicht, mit wem ich es hier zu tun habe. Aber meine Verbitterung über diese Vorgänge, mögen Sie sich nicht ausmalen.
Dieser Brief und auch Ihr unmögliches Anschreiben, an Widerspruch hätte sich erledigt, sind öffentlich.
Was uns das nun im sterbende liegende "Krisenjahr" eben auch gebracht hat, war die Occupy Wall Street-Bewegung. In unseren Landen klingt sie zwar etwas harmlos mit "Occupy Franfurt "oder "Occupy Hamburg", aber immerhin. The Hippies are back in town, Frieden und Liebe sind in unsere Städte zurückgekehrt. Wie man diesen Wahnsinn wieder los wird, darum dreht sich nun alles. Um das auch unserem Nachwuchs beizupulen, gibt es jetzt das Occupy Wall Street Lego Set - das beste und eigentlich einzige Weihnachtsgeschenk nicht nur in letzter Minute - Weltrettungsalarm!
Ziviler Ungehormsam war gestern. Die konservativen Kräfte schlagen zurück. Weg mit Bürgerecht und arbeitslosen Demonstranten. Endlich wieder Recht und Ordnung. Und so gehts:
"Dabei findet man heraus, wie viele Menschen in einem Land leben, wie sie leben und arbeiten", so heißt es in dem tollen Video (unten) zum Zensus 2011 und Mirkozensus 2011. Das Image-Video (Zensus 2011 Spot) verschlang übrigens 1,4 Millionen Euro Steuergeld und ist nicht nur eine besonderes intelligente Form der Steuerverschwendung, sonder vermutlich auch eine subtile Form ... der Korruption.
"Das wichtigste Ziel des Zensus ist es, herauszufinden, wie viele Menschen tatsächlich in Deutschland leben." Ach? Deshalb macht man Stichproben? Also bekommt man eine Schätzung? Hier herrscht aber Meldepflicht, also müsste man doch ungefähr wissen, wie viele Untertanen hier leben!
Doch auf genaue Zahlen käme es an, so heißt es. "Präzise Bevölkerungszahlen sind die Grundlage für viele wichtiger Entscheidungen im Bund und in den Ländern und Gemeinden." Angeblich hängt "der gesamte Finanzausgleich innerhalb Deutschlands und auch innerhalb der Europäischen Union, von diesen Zahlen ab." Da fragt man sich, was die Melde- und Finanzämter so den ganzen Tag lang treiben. Alle diese hier beschworenen und abzufragenden Daten gibt es ja schon, hat der Staatsapparat ja längst zur Verfügung. Normalerweise.
Höhepunkt dieser Farce ist allerdings folgende Behauptung: "Die Zensusergebnisse bilden eine verlässliche und aktuelle Entscheidungsgrundlage für die Bildungs- und Intergrationspolitik oder die Stadt- und Regionalplanung. Kindergärten, Schulen, Straßen, Kraftwerke, Altersheime - all das, was wir Infrastruktur nennen, kann nur dann richtig geplant werden, wenn man den Bedarf kennt."
Ich wiederhole mich: Wir haben doch die Daten. Der Staat hat doch all diese Daten. Er weiß. wo welche Menschen wohnen und wie viele geboren worden. Er weiß, was sie verdienen und wo sie arbeiten. Er kennt die Absatzzahlen der Automobile und den Energiebedarf recht genau. Auch redet man dauernd von der demografischen Veränderung durch die Überalterung der Bevölkerung. Man weiß das alles. Und dennoch ZWINGT man die Bürger zu all diesen und intimen Auskünften. Was sind das nur für Politiker? Was ist das für eine subtile Korruption!
Ich kann mal für Hamburg sprechen, wo all das bekannt ist. Da gab es mal zu viele Studierende und zu kleine Unis und Hörsäle. Jetzt gibt es zu wenig Studierende, es fehlen Ingenieure, IT-Fachkräfte und vor allem vernünftige, charakterstarke Politiker.
Stau, über all Stau. Die Verkehrsplanung Hamburgs ist eine einzige Katastrophe. Seit Jahren. Eine Sisyphusarbeit. Vor dem Elbtunnel an den Wochenenden: Kilometerlange Staus, ohne das Besserung in Sicht wäre. Da hilft auch eine Erhebung nichts.
Man weiß das alles oder könnte es wissen, wenn man es wissen will, ohne jemanden zur Auskunft zu ZWINGEN! Es gibt zu wenig Kindergarten und vor allem Krippenplätze. Hortplätze werden zusammengestrichen. Insgesamt wird großkotzig von Bildung gefaselt, aber unten, bei den kleinen, den Kindern und Familien, den Erziehern und Kitas, kommt kaum etwas an. Was will man hier wissen, was man nicht schon weiß?
So auch das Thema Schule. Nach der dramatisch gescheiterten Schulreform, weiß man in Hamburg, wo es brennt und was wie wo zu tun ... wäre. Welche Entscheidungsgrundlagen fehlen denn hier?
Dasselbe bei den Wohnung. In Hamburg fehlen Wohnungen an allen Ecken und Kanten. Vor allem bezahlbarer Wohnraum und "Sozialwohnungen". Das weiß man alles längst. Und man baut auch schon. Wir haben im letzten Jahr den Katastrophensenat von CDU und den GRÜNEN auch aus diesem Grund abgewählt. Also: Wozu die Erhebung an dieser Stelle?
Energiebedarf? Weiß man ebenfalls längst. Und man weiß auch, dass man einsparen, hier effektiver werden muss. Mindestens nach Fukushima und dem deutschen Atomausstieg. Der ZENSUS wurde aber vorher beschlossen. Man könnte ihn stoppen oder einfach zurücknehmen.
Der Staat braucht nicht alles wissen. Und ein guter Staat darf auch seine Bürger nicht zur Auskunft ZWINGEN, sondern setzt auf deren freiwillige Mitarbeit. In den Köpfen der deutschen Staatsträger und vor allem seiner Bediensteten, die also von unseren Steuergeldern, sprich vom Staat, ziemlich gut und sicher leben, ist das Obrigkeitsdenken und der ZWANG mit dem man seine Bürger auf Kurs bringt, tief verankert. Ich verachte das nachhaltig und prangere diese Aufführung als so ziemlich das Allerletzte an!
Steuerverschwendung und Korruption 2011 ist dieses Machwerk: